Unerlaubter Einsatz: CETA fliegt raus
6. August 2016
Andreas Rech (200 articles)
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Unerlaubter Einsatz: CETA fliegt raus

Vor wenigen Wochen veröffentlichten wir hier die Dienstpläne des Sicherheitsunternehmens CETA, die unerlaubterweise für das Unternehmen WIS Sicherheit in Kölner Flüchtlingsunterkünften als Subunternehmer eingesetzt war. Dann gaben wir unsere Unterlagen an den WDR weiter, der sich der Sache annahm und darüber berichtete. Inzwischen wurde auch gehandelt. Die CETA ist raus! Doch was ist mit WIS? Und vor allem, was ist mit den Beschäftigten, die einfach das Pech hatten, bei einem der vielen unserösen Arbeitgeber zu landen?

Baden die Beschäftigten es wieder aus?

WIS ist Mitglied im Bundesverband der Sicherheitswirtschaft. Es darf nicht sein, dass ein BDSW Unternehmen sich jetzt der Verantwortung für die Beschäftigten entzieht. CETA ist raus, wir fordern daher, dass WIS jetzt den betroffenen Kolleginnen und Kollegen, die das wollen, ein Übernahmeangebot macht!

Das würde für die Beschäftigten bedeuten, dass sie in den Schutz der Tarifbindung kommen.

Doch was passiert weiter? Wieviele andere Unternehmen bedienen sich dieser Methoden? Wir bleiben dran!

Hier nochmal die Berichterstattung des wdr:

4.8.2016

5.8.2016


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Andreas Rech

Comments

  1. Michael August 21, 12:30
    Hallo Andreas, genau das: >Dazu brauchen wir aber eure Hilfe. Immer nur jammern, ändert nichts. ist das Problem in der Branche,rummjammern tun sie alle, nur machen nichts. Was für mich schwer zu verstehen ist, denn mittlerweile "drückt" es bei allen.Die "Toastbrot-Fraktion" wird immer größer. Du weisst nicht was das ist ? Nun früher war das ein Phänomen, was nur bei Wachleuten mit einem Einkommen (unverheiratet oder Frau nicht berufstätig) zu sehen war.Aber heute sind auch Doppelverdiener dabei,nämlich so etwa 10 Tage vor dem Lohnzahltag wechselt das Brot in der Butterdose gegen Toastscheiben (Toastbrot 55 Cent ist nun mal billiger als richtiges ). Und an den letzten Tagen vor Payday gibt es dann auch nur noch gekratze Butter darauf.
  2. Bodo Zenner August 15, 16:02
    Sorry, wenn die Verantwortlichen der Stadt behaupten, sie haben das Geschäftsgebaren nicht erkennen können, kann ich nur lachen. Jeder der solche Verträge schließt, wird die Grundrechenarten beherrschen. So kann man leicht anhand eines Preises (auch eines Pauschalpreises) den Lohn je Stunde errechnen, Wenn im Deckungsbeitrag nur 10 Prozent hängen bleiben sollen (weniger macht keinen Sinn, da dann Verlust gefahren wird) kann man ausrechnen, was der Mitarbeiter in der Lohntüte haben wird und das dieses Ergebnis nicht dem Tarif entspricht. Damit der Mitarbeiter trotzdem leben kann, ist er gezwungen "freiwillig" 250 Stunden und mehr zu knüppeln. Das Ergebnis sind Frust, Aggression und erhöhte Krankenstände. Die "Wurzel des Übels" liegt in dem Billig-ist-geil Denken der öffentlichen Hand. Diese wird natürlich durch die Entscheidungen des Bundes teilweise dazu gezwungen.
  3. Andreas Rech August 06, 11:30
    Was dort der Wahrheit entspricht, wissen wir recht genau, denn uns liegen ja Unterlagen schwarz auf weiß vor. Und weil sich andere Unternehmen auch nicht an die Gesetze halten, lassen wir jetzt alle laufen? Ich denke eher, dass wir unsere Bemühungen verstärken sollten, auch die anderen Fälle aufzudecken. Dazu brauchen wir aber eure Hilfe. Immer nur jammern, ändert nichts. Immer nur mit dem Finger woanders hinzeigen auch nicht. Wenn ihr euch mit der Situation abgefunden habt und nichts mehr ändern wollt, fände ich das schade. Aber dann hat auch niemand mehr das Recht, sich zu beschweren. Wer aber etwas ändern will, sich aber nicht traut, selbst in Erscheinung zu treten, kann uns das machen lassen. Aber wir brauchen handfestes. Wenn wir bei dieser Frusteinstellung bleiben, können wir einpacken. Dabei gibt es genügend gute Beispiele, wo die Beschäftigten sich erfolgreich zur Wehr gesetzt haben.
  4. Michael Hochstrat August 06, 10:52
    Erstmal vorab, ich bin nicht selbständig, sondern nur ein Sicherheitsmitarbeiter, der auch gebeutelt wird und wurde. :-( Ok, mal ehrlich, welches Sicherheitsunternehmen hält sich an geltende Gesetze? Ich kenne bisher keins und arbeite schon sehr lange in diesem Gewerbe. Es ist allgemein üblich, den Arbeitnehmer auszubeuten bis zum geht-nicht-mehr. Und wenn der Arbeitnehmer dann nicht mehr funktioniert, sei es sein Vertrag wurde zweimal verlängert und Festvertrag gibt es nicht oder aber er wird lange krank wegen Überbelastung oder er wird unangenehm, weil er aufmuckt, dann wird er halt ausgetauscht. So sieht die Realität aus. Was jetzt genau dort in Köln geschehen ist, was der Wahrheit entspricht und was erfunden ist, werden wir wohl nie erfahren, leider, genauso wenig wie wir erfahren werden, was geschehen wird. Das solchen Unternehmen das Handwerk gelegt werden sollte, steht ausser Frage, nur wie? Solange der Arbeitnehmer kuscht, wird nix geschehen und alles geht seinen Weg. Wenn ich die Prachtbauten der Chefs sehe, den Fuhrpark, dann weiß ich doch genau, wo der Hase langläuft. Aber wie gesagt, keiner traut sich, weil sonst der Job weg ist.
  5. Andreas Rech August 06, 10:18
    Ob die Stadt Köln etwas davon gewusst hat, oder nicht, werden wir vielleicht nie erfahren. Das WIS keine Erlaubnis hatte, die CETA als Sub einzusetzen ist auch klar und muss ein Nachspiel haben. Aber die CETA hat in schwerster Weise gegen geltende Gesetze, allen voran das Arbeitszeitgesetz, verstoßen. Leidtragende sind auf jeden Fall die Beschäftigten. Zudem hat die CETA ebenfalls ohne Erlaubnis weitere Subs eingesetzt. Hier wüssten wir gerne mal, welcher Stundenlohn denn dann noch an die Subsubs gezahlt wurde. Und wenn sie als Unternehmer ein Angebot bekommen, irgendwo einzusteigen und dann die Leute zum Teil weit über 300 Stunden knüppeln lassen (Die Einsatzpläne liegen uns ja vor), dann hoffen sie mal, dass wir sie nicht auch erwischen ;-)
  6. Michael Hochstrat August 06, 09:28
    Da sieht man mal wieder die Logik! Warum fliegt CETA raus? Wenn ich als Unternehmer das Angebot bekomme, irgendwo einzusteigen, dann mache ich das, weil ich ja Geld verdienen möchte. Warum fliegt nicht dieses Drecksunternehmen W.I.S.? Denn diese haben den unlauteren Wettbewerb gemacht, nicht die CETA. Es ist wie bei der Gartenarbeit: Der Dreck wird oberflächlich weggeräumt, aber die Wurzel bleibt in der Erde und darf weiter machen wie bisher. Einfach nur peinlich, was die Stadt Köln da wieder treibt.

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