Tarifrunde wasi: aktuell
22. Februar 2024
Andreas Rech (271 articles)
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Tarifrunde wasi: aktuell

Arbeitgeber halten 50.000 Beschäftigte weiterhin in Geiselhaft

Noch immer weigern sich die Arbeitgeber, die bisher verhandelten Erhöhungen an die Beschäftigten auszuzahlen. Eine entsprechende Forderung hatten wir ja beim letzten Aufeinandertreffen gestellt. Diese Zahlungen würden dann natürlich mit dem endgültigen Ergebnis verrechnet werden. Wir hatten darüber schon berichtet. Aber statt endlich eine Lösung des Konflikts anzustreben, setzten die Arbeitgeber auf Härte und erpressen die 50.000 Beschäftigten mit Leermonaten. Die Planungssicherheit, die die Kunden brauchen, interessiert sie scheinbar auch nicht mehr.

Arbeitgeber setzen offensichtlich auf verbrannte Erde

Gleichzeitig erreichen uns immer Berichte von Beschäftigten, die sich über Drohungen, Einschüchterungsversuche, bis hin zu Abmahnungen und Kündigungen beschweren. Inzwischen bringt der Verhandlungsführer der Arbeitgeber Schreiben in Umlauf, in denen er behauptet, auf dem offiziellen Portal der Gewerkschaft zur Sicherheitsbranche wäre “zu viel erfunden”. Was denn genau bitte? Haben die Beschäftigten vielleicht in Wirklichkeit längst faire Löhne erhalten und sagen es uns nur nicht? Oder die Abmahnungen und Kündigungen, sogar gegen Mitglieder der Tarifkommission sind vielleicht auch frei erfunden?

Arbeitgeber verlassen den Pfad jeglichen Anstandes…

Wie einige (Nicht alle!) Arbeitgeber sich hier in dieser Tarifrunde verhalten, hat inzwischen auch den NRW Landtag erreicht. Vielleicht war die Demo in Düsseldorf ja ganz hilfreich.

Ab morgen gibts Hausbesuche

Natürlich bereiten wir auch die nächsten Streikaktionen vor, aber vorher besuchen wir einige Arbeitgeber mal. Morgen sind wir von 12:00 Uhr bis 14:00 in Essen in der Wilhelm-Beckmannstr. und besuchen die Firma KÖTTER. Natürlich haben wir auch was dabei. Wir machen natürlich Fotos. Ist kein Streik, aber wer vielleicht in der Nähe ist und frei hat, kann uns gerne mal besuchen und bissl mit uns quatschen. Ihr könnt uns jedenfalls nicht übersehen…

Bleibt dran

Andreas Rech