Arbeitgeber provozieren Tarifkonflikt

25. November 2016 | Von | Kategorie: Leitartikel, Tarifrunde

Liebe Kolleginnen und Kollegen, wir fassen die Ereignisse des Tages für euch in einer Videobotschaft zusammen. Am Wochenende wird natürlich noch ein Flugblatt erstellt, in welchem die Ergebnisse, bzw. Nicht-Ergebnisse im Detail zusammengefasst werden. Bitte teilt diesen Beitrag, damit alle Kolleginnen und Kollegen auf dem Laufenden sind.

 

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19 Kommentare auf "Arbeitgeber provozieren Tarifkonflikt"

  1. Florian L. sagt:

    Echt lächerlich den Nachtzuschlag auf 7,5% zu erhöhen und woanders wieder etwas abziehen wollen. Ich arbeite fast Hauptsächlich nur Nachts und mit der Zeit muss man einfach feststellen das dadurch Lebensqualität verloren geht. Wenn man dann nur 5% Zulage bekommt und das auch noch auf eine niedrigere LG als man eigentlich hat kann man nur sagen das ist ein Witz. Verdi setzt bitte mal durch das auch jeder den Nachtzuschlag auf die LG bekommt in welche er eingruppiert ist.

  2. Jörg sagt:

    Nachtarbeitszuschläge in Kompensation zu den Sonntagszuschlägen?

    Dies ist wohl ein Witz! Das Bundessozialgericht hat vor kurzem 25 % Nachtarbeitszuschlag als angemessen angesehen. Grund: Soziale Isolation und mittelfristig bis langfristig gesundheitliche Einschränkungen sind erwiesen!

    Ich (55 Jahre) habe selber über Monate in 8 und 12 Std.-Schichten in der Nacht (teileweise bis zu 6 Tagen am Stck.) gearbeitet. Ich kann daher beurteilen, wie anstrengend diese Tätigkeiten sind und für mich jetzt ein absolutes „NO GO“ bei lächerlichen 5% Nachtschichtzulage. Lieber gehe ich stempeln als mich derartig von den AG verarschen zu lassen!

    • Michael sagt:

      Völlig korrekt aber leider hat sich die 5% Dreistigkeit zur Normalität entwickelt !

    • Fahrer sagt:

      Ich glaube es muß noch einmal darauf hingewiesen werden, daß es sich bei unseren
      Arbeitgebern nicht um kränkelnde Unternehmen handelt.
      Jeder von uns kann sich die Umsatzzahlen und den Gewinn seines Unternehmens im
      Internet aufrufen. Zum Teil prahlen diese sogar damit in der lokale Presse.
      Die Gewinne steigen von Jahr zu Jahr enorm. Mit der Angst der Bürger läßt sich halt
      immer noch sehr gutes Geld verdienen. Und die Aussichten auf fette Einnahmen
      sind nach wie vor hoch.
      Wir als Mitarbeiter wollen einfach nur ein faires Stück vom großen Kuchen abbekommen.
      Bis hierhin ist das Angebot der AG zu klein. Da fehlt mehr als nur die Schlagsahne obendrauf.

      Mein Gruß geht im Besonderen an unsere Verhandlungsführer von Verdi, die sich heute
      mit zum 3.ten Mal mit den Arbeitgebern treffen.

  3. 51PAG sagt:

    Am Nachtzuschlag 25 % geht kein Weg dran vorbei. Revier- und Alarmfahrer sind genauso belastet wie der LKW-Fahrer, der im Dezember 2015 vom Bundesarbeitsgericht (BAG) 25 % zugesprochen bekommen hat. Und wir Objektschützer nachts machen doch nicht bloß paar Kontrollgaenge und sonst nichts. Schon dafuer hat ein Nachtwaechter im Februar 2009 vom Bundesarbeitsgericht 10 % zugeprochen bekommen. Wir aber haben doch längst moderne Ueberwachungstechnik. Einbruchmeldeanlage (EMA), Brandmeldeanlage (BMA), Brandmeldezentrale (BMZ), Gebauedeleittechnikrechner (GLT), Aufzugnotruf, das ständige Starren auf die Videoueberwachungsanlage, Listenführung am PC, Email, ect. pp. All das rechtfertigt doch einen gleichen Nachtzuschlag wie der LKW-Fahrer ihn bekommen hat. Außerdem sind doch in Bayern in der Wach- und Sicherheitsbranche längst 23 % Nachtzuschlag tarifvertraglich vereinbart. Soviel Nachtzuschlag wird doch nicht wegen der hoeheren Lebenshaltungskosten in München bezahlt. Nachtzuschlag gibt es, um gesundheitsschaedliche Nachtarbeit zu verteuern und zu vermeiden. Als einen Ausgleich für die Belastung der Nachtarbeit. An einer deutlichen, einer erheblichen Anhebung des Nachtzuschlags werden die Arbeitgeber also nicht vorbeikommen. Basta!

    • revierfahrer sagt:

      hi. wollte nur kurz hinzufügen das es sogar 30 % waren in dauernachtschicht. in letzter zeit liest man immer wieder nur von besagten 25 % aber selbst die tarifkomission hat 30% gefordert. es wirkt so als wenn sie selbst diese schon im vorfeld um 5% gesenkt haben. ansonsten hast du natürlich recht. aber achte mal drauf das sogut wie immer nur noch von 25% die rede ist. ich hoffe die tarifkommission hat dies nicht vergessen.
      ps. bin streikbereit und warte auf euer zeichen

  4. Sascha Cologne sagt:

    Also ich fasse zusammen:

    Nachtschichtzulage anheben um 2,5% und Sonntagszulage um 5% senken.

    Die meinen auch man kann alles mit uns machen. Es arbeiten ja offensichtlich nur minderwertige Leute im Sicherheitsgewerbe… Die sehen nicht das wir auch über einen gewissen Bildungsstand verfügen und überraschender Weise auch rechnen können.

    Ich würde folgendes vorschlagen:
    Nachtschichtzulage erhöhen auf 25%
    Dazu Grundlohn um 1€ erhöhen ( ist immer noch zuwenig aber ein schritt in die richtige Richtung.

    Alternative: Streiks im kompletten Sicherheitsbereich. Nicht nur an den Flughäfen. Sondern angefangen vom einfachen Sicherheitsmitarbeiter über Pförtner, Revierfahrer, bis hin zu Werkschutz und Geld und Wert Transporte. Dann bricht alles zusammen. Das wäre ein Druckmittel weil die komplette Wirtschaft betroffen wäre.

    Also liebe Verdi: Wenn Streik notwendig wird dann richtig und nicht etwas weichgespültes wie nur Streik von Sicherheitspersonal an Flughäfen. Da müssen alle mitmachen. Das muss wehtun. Dann wissen die was wir wert sind.

  5. L.K. sagt:

    Wo bleibt denn das angekündigte Flugblatt? Würde meineKolleginnen und Kollegen gerne auf dem Laufenden halten. Hat ja nicht jeder Facebook und Co. oder gar Internet 😉

  6. HansW. sagt:

    Selten so eine Provokation erlebt. Die spinnen doch. Am Ende hat man dann ja teilweise noch weniger raus! Vor allem die Behauptung, dass Nachtschichten ja sowieso nicht belastend wären. Wahrscheinlich haben die selber noch nie Nachts gearbeitet.

  7. Manfred2 sagt:

    So eine Kompensation ist eine Schande,ablehnen,Regelarbeitszeit 173,5 Stunden im durchschnitt nur wenn Regelarbeitzeit höchsten bei 208, Stunden bleibt 228,0 Std viel zu Hoch. Lasst Euch nicht veräppeln.

  8. Fahrer sagt:

    Die Spielereien der Arbeitgeber sind eine so lächerliche Taktik.
    Ich war beim letzten Sreik dabei und kann mich noch gut daran erinnern.
    Meine Traum wäre ein Streik der Lufthansa und zeitgleich der Aviation.
    Wenn die Vernuft nicht siegt, müssen halt andere Maßnahmen getroffen werden.

  9. XEinhornX sagt:

    Verstehe ich das richtig: um 2,5 % mehr Nachtzulage zu bekommen, wollen die AG 5 % Sonntagzulage wegnehmen?

    Wenns nicht so traurig wäre, müsste man lachen……………..

  10. Lami sagt:

    Nur etwas zum Video, die Verhandlungen zu beurteilen finde ich noch zu früh…?!?!
    Finde es Super das Ihr Videos macht und veröffentlicht!! Aber: Mikros wären gut (Ansteckmikro, Tischmikro oder Richtmikro auf der Cam), der Ton ist katastrophal… Und die Ausleuchtung ist auch schlecht, ein paar Softboxen lösen das Lichtproblem… Bin gerne weiter behilflich, schreibt mir wenn ihr wollt…

    Ansonsten kämpft weiter so… DANKE!!!

  11. Michael sagt:

    Ich denke mal da kommt nicht viel von Der AG Seite es läuft dann wohl doch auf unbefristete Streiks nächstes Jahr raus

  12. Revierfahrer sagt:

    Hallo Tarifkommission.
    Wie sieht es denn z.Z mit dem Urlaubsdurchschnitt bzw 78er berechnung aus? Da er ja auf eine 6tage woche ausgelgt ist und ich /wir nur 5 tage die woche haben ist seit jahren unser durchschnitt im keller mit dieser berechnung. Da wird der urlaub zum finanziellen desaster. So ist keine erholung möglich wenn ich mir im urlaub eben wegen dem urlaub gedanken machen muss wie die nächste rechnung bezahlt wird.
    Ich möchte ehrlich zu euch sein. Der arbeitger kommt euch lächerliche 0,5 % entgegen und ihr weicht in teilbereichen über 30% eurer forderung ab. Sowas kann man bei einem ernstzunehmenden angebot vielleicht machen aber doch nicht wenn einem nüsse hingeworfen werden. Ich hoffe das ihr bei der nachtzulage standhaft bleibt. Zur erinnerung (ja ich weiss das das urteil nur für nicht tarifliche bindend ist) das urteil von dezember besagt 25 bzw 30 % sind das MINIMUM. Und gängige praxis in fast jedem job.
    Auch das argument der ag ist unangebracht. Die zulage an sich ist ja nicht ein ausgleich für härtre arbeit, sonder evtl eine kleine wiedergutmachung das wir eher erkranken, sozial abgeschnitten sind, unsre familien kaum sehen und eher sterben.
    Danke fürs lesen und allen ein schönes restwochenende

  13. Marcus Pittack sagt:

    Hallo
    Liebe Kolleginnen und Kollegen
    So langsam platzt mir.die Hutschnur. Die Arbeitgeber wollen doe.nachschicht Zulage erhöhen.und dafür.den.Sonntags zkuschlag.kürzen.Also ich.finde.jetzt reicht.es.9.70.euro.bruto. Dann lasst uns streiken bis die Schuhe Qualmen. WIR.sind Menschen die es verdienen.normal bezahlt.zu.werden. mindestens 1 Euro mehr.

  14. Noris sagt:

    Ich glaube es wäre naiv zu glauben der BDSW würde bereitwillig die Forderung von Verdi erfühlen. Allerdings habe ich schon gehofft das in der zweiten Verhandlungsrunde etwas mehr raus kommt.
    Die 50% Sonntagszuschlag darf auf keinen Fall abgesenkt werden. Dies solle man nicht einmal Intern in Erwägung ziehen. Natürlich muss man im Laufe einer Verhandlung der Gegenseite entgegen kommen. Allerdings sind die Forderung bei den Nachtzuschlägen sehr angemessen so das dort nicht viel Raum bleibt Abstriche zu machen.

  15. Manfred sagt:

    Hallo erst mal was das geboten worden ist ist eine absolute Frechheit und ich bitte euch bei der Nachtschicht Zulage hart zu bleiben.
    Die AG machen soviel gewinne mit uns.
    Und es wird mal an der zeit ordentliches Geld für ordentliche Arbeit zubekommen.
    Es kann nicht sein für so ein Hungerlohn zu arbeiten.
    Mein wünsch ist es das Verdi hart bleiben sollte.
    wir nicht die depen der AG

  16. Sascha sagt:

    Also ich habe dafür keine Worte mehr….
    Was die Arbeitgeber dort anbieten ist ja wohl eine Frechheit!
    Nachtzuschlag von 5% auf 7,5% und dafür Sonntagszuschlag runter von 50% auf 45%?
    An der Stelle hätte ich mein Lachen ja kaum zurückhalten können…
    Den Zeitpunkt an dem die Seite der Arbeitgeber die Verhandlungen abgebrochen haben zeigt
    mir ganz deutlich das man uns nicht ernst nimmt und meint wir würden schon Nachgeben wenn es hart auf hart kommt. Ich sehe schwarz für den 14. Dezember… das läuft auf einen ernsten Konflikt hinaus!