Tarifrunde NRW: Der Auftakt

31. Oktober 2016 | Von | Kategorie: Leitartikel, Tarifrunde

Heute haben in NRW die Tarifverhandlungen für die über 50.000 Sicherheitsbeschäftigten begonnen.  Das Ergebnis veröffentlichen wir diesmal nicht einfach als Flugblatt, sondern als Videobotschaft:

Für diejenigen, die es nicht glauben können, nochmal zum Nachlesen:

tarifinfo-1

 

 

24 Kommentare auf "Tarifrunde NRW: Der Auftakt"

  1. Fahrer sagt:

    Die Lünendonk-Liste ist sehr interessant.Da sollte jeder MA mal reinschauen.
    Danke für den Hinweis dafür, Manfred.
    17 Prozent Umsatzsteigerung und sehr gute Umsatzprognosen sprechen Bände.
    Wir liegen aktuell bei 2,1 Prozent plus.
    Das kann so nicht bleiben. Da muß bei der Grundvergütung und bei der Nachtzulage
    noch was drauf. Wir haben es hier nicht mit kränkelnden Berieben zu tun.
    Ganz im Gegenteil. Die Inhaber ziehen sich die fette Kohle raus, und wir können
    im Alter von der Grundversorgung leben.

    Noch zwei Tage bis zum nächsten Treff
    Mit unzufriedenen MA kann eine Firma auf Dauer auch nicht gut arbeiten.
    Auch wir als Mitarbeiter haben noch Möglichkeiten den Arbeitgeber zu ärgern,
    wenn er uns dazu zwingt.

    Bin gespannt

  2. Manfred sagt:

    Habe mal die Lünedonk-Liste 2016 angeschaut das ist eine große Sauerei was sich einige Sicherheitsunternehmen für gewinne reinzeihen.
    Und die Mitarbeiter wer mit einem Hungerlohn abgespeist.
    Da sollten wir Gewerkschaftsmitglieder und nicht Gewerkschaftsmitglieder sowie die Gewerkschaft hart bleiben und auf die Nachtschichtzulage von 25% bestehen.
    Ich wünsche es mir das die Gewerkschaft da kein Millimeter von dieser Forderung abrückt.
    Sage nur tut was bitte für die Sicherheitsmitarbeiter und innen.

  3. Finistere sagt:

    Leute, ihr habt den wichtigsten Eintrag übersehen, von S.A.: das Bundesarbeitsgericht hat im Dezember 2015 festgestellt, dass 25’% bzw. 30% angemessene Entschädigung für Nachtarbeit sind. Nach der Normenpyramide steht Richterrecht über Tarifvertrag. Warum geht die Verdi jetzt nicht hin und verlangt die Umsetzung von geltendem Recht? Ganz unabhängig davon könnte auch jeder von uns, der Nachtschicht macht, sein Geld einklagen. Wer fängt an?

    • revierfahrer sagt:

      das geht leider nicht so einfach. im urteil ist eine klare öffnungsklausel angegeben. dh nur dann 25% wenn kein tarifvertrag zuständig ist. und laut dem arbeitszeit gesetz ist diese öffnungsklausel auch gegeben. da wir eben laut aktuellem tarif 5% geregelt haben glaube ich pers nicht an eine hohe gewinnchance. lasse mich aber GERNE eines besseren belehren.
      deswegen war ja auch mein vorschlag an die tatifkommision das man sich entweder auf 25% einigt(bloss nicht weniger weil es schon das minimum ist) oder aber die zulage komplett streichen. dann greift das vergleichsurteil und man kann den maximalsatz einfordern.

  4. max sagt:

    Die Vorzugsbehandlung für Verdi Mitglieder ist keine gute Idee!
    Ihr spaltet die Arbeitnehmer!

    • Rigo sagt:

      Das ist keine Spaltung. Wir Mitglieder finanzieren die Tarifverhandlungen, durch die Allgemeinverbindlichkeit werden aber alle Sicherheitsmitarbeiter nach Tarif bezahlt. Es muss sich wieder lohnen, in einer Gewerkschaft zu sein. Dann treten eventuell auch mehr ein und wir können noch mehr Drucken erzeugen.

      • XEinhornX sagt:

        Generell find ich die Idee nicht schlecht, doch mal ehrlich, was nützt dir die Gewerkschaft bei immer weiter befristeten Arbeitsverträgen? Klar kann sich mit der Verdi wehren, allerdings sitzt man dann am Ende der Befristung auf der Straße. Wir, das heisst meine Kollegen und ich, arbeiten für das grösste Sicherheitsunternehmen, bezahlt wird nach Tarif B7, obwohl mindestens B8 bezahlt werden müsste. Allerdings sind wir alle befristet angestellt. Und wie das so üblich ist, kommt danach die nächste Befristung und dann läuft der Vertrag aus. Also hat die Firma immer Mitarbeiter, die die Klappe halten müssen, weil man ja immer die vage Hoffnung hat, einen unbefristeten Vertrag zu bekommen. Gegen diesen ganzen „Befristungswahnsinn“ müsste mal etwas unternommen werden. Da bringt einen die Gewerkschaft nämlich nicht weiter. Lässt man den Arbeitsplatz überprüfen (wegen der Tarifeingliederung) oder streikt man mit, weiss man doch sofort, dass nach der Befristung Schluss ist!!

    • Manfred sagt:

      Hallo Max ,
      du kannst ja auch in der Gewerkschaft eintreten ist für den offen.

    • Noris sagt:

      Verdi braucht natürlich Argumente bei der Mitgliederakquise. Viele schreckt der Beitrag ab. Wenn man bedenkt das im Jahr über 300€ zusammen kommen kann ich das verstehen. Und dann gibt es auf den ersten Blick nicht so viel Gegenwert.
      Da könnte so ein Bonbon schon helfen. Und das uns mehr Kollegen in Verdi helfen einen besseren Tarifabschluss zu bekommen ist auch klar.

  5. Manfred sagt:

    Ich finde es unverschämt solch ein Angebot abzugeben von den Arbeitgeber.
    Das Nachts zu Arbeiten nicht schlimm sein eine Schutz Behauptung.
    Es ist medizinisch erwiesen das Nacht Arbeit gesundheitsschädlich ist.
    In jeder Firma wird 25% Nachzuschlagen gezahlt und ein Grundlohn von 9,70 Euro ist ebenfalls eine Frechheit.
    Bei solch eine Lohn muss man 200Std. arbeiten um vernünftig leben zu können.
    Ich arbeite schon seit einiger Zeit nur im Nachtdienst und das interessiert keinen.
    Hierbei sollte Verdi hat bleiben ins besonders bei der Nachzulage.
    Ich würde mir wünschen das ganze Sicherheitsgewerbe Streiken würde um bessere Arbeitsbedingen zu bekommen.

  6. S.A sagt:

    Regelmäßig wird sowohl für den Nachtzuschlag als auch für den Freizeitausgleich ein Zuschlag von 25% als angemessen angesehen (Bei Dauernachtarbeit 30%).
    Dazu gibt es ein aktuelles Urteil des Bundesarbeitsgerichts vom 9. Dezember 2015 (10 AZR 423/14)
    Auszug aus der Pressemitteilung Nr. 63/15 des Bundesarbeitsgerichts:

  7. D.S. sagt:

    Moin,

    3 Tage mehr Urlaub für VERDI Mitglieder finde ich aber auch ein wenig Panne. Man sollte schon auf selbem Niveau und selber Stufe bleiben, VERDI Mitglieder sind nicht besser als andere Kollegen. Aus welchem Grund soll das denn sein?

    Da verstehe ich die Arbeitgeber, welche dann „Nein“ sagen.

  8. LSKK sagt:

    Hallo zusammen,

    in einem anderen Beitrag dieser Seite habe ich zufällig die Gewinne einzelner Unternehmen gesehen. Ich bin erschrocken dass z.b. eine Securitas Holding GmbH knapp 700 Mio. Euro gewinne fährt. Dass geht nur auf Kosten der MA. Den AG ist es doch egal wer für sie arbeitet, solange am Ende des Jahres genug Gewinn gibt. Es ist doch Gang und gäbe dass MA nach einem Jahr befristet durch neue MA die gerade frisch ins Gewerbe kommen ausgetauscht werden und was passiert? Diese trauen sich nicht den Mund auf zu machen weil die die Hoffnung haben nach einem Jahr einen unbefristeten Vertrag zu bekommen, folglich nehmen sie auch ihren geringen Lohn so hin. Ich würde den AGn mal so richtig gerne die Meinung geigen! Diese egoistischen geldgierigen Anzug Träger in der Belletage sind meist nur zu bedauernde in ihrer Teaumwelt lebenden Idioten die meinen der die das beste der Welt zu sein. Hauptsache es geht Ihnen gut und Ihre MA machen das was man von ihne verlangt. Macht einer ein Fehler so wird er halt ausgetauscht. WIR sind doch alle nur Marionetten der AG. Wenn ich dann lese dass diese die Zuschläge nur erhöden wollen wenn man dies mit der Entgelderhöhung verrechnet Wird platzt mir der Kragen! Arme Welt und Armes Deutschland. DIESE Gesellschaft ist vom Geld vergiftet. Die die es haben wollen nix davon abgeben und die die es Brauchen bekommen es nicht. ICH hoffe als Mitglied dass WIR die Eier in der Hose haben für mindestens 16€ Grundlohn als LSKK auch auf die Straße zu gehen und unseren AG mal so richtig Probleme bereiten ihre Positionen über Wochen zu besetzten!! ANDERS GEHT ES NICHT!!!!

    • Tommi sagt:

      Du nimmst Bezug auf die „Lünedonk-Liste 2016: Führende Sicherheitsdiensteister in Deutschland“, die aber dort nicht den Gewinn pro Unternehmen angibt, sondern „nur“ den Umsatz! Aber auch die Umsatzsteigerungen von 2014 auf 2015 sind schon beachtlich, ebenso die Zunahme an Sicherheitsmitarbeitern in einem Jahr.

  9. 51PAG sagt:

    Wenn schon der gesetzliche Mindestlohn ab dem 1.1.2017 um 34 Cent angehoben wird, dann ist ein Angebot von 20 Cent für die unterste Lohngruppe lachhaft. Sowas müssen wie uns nicht mehr bieten lassen. Das habt ihr völlig zurecht abgelehnt.

  10. Thomas sagt:

    Wie überall, so gilt auch hier: Hauptsache den AG geht es gut!!

    Wenn schon 13.000 Kollegen Bundesweit fehlen, was passiert, wenn es denen einen oder anderen Kollegen gelingt in einem anderen Bereich Fuss zu fassen? Denn der eine oder andere unter uns hat unter Umständen eine ganz andere Vorbildung und ggfs. bietet sich die Möglichkeit wieder im alten Beruf wieder arbeiten zu können!

    Ein Tip an die Arbeitgeber: Ihr könnt Euch solange Chef nennen wie Ihr Personal habt…..

  11. Ömer sagt:

    es ist traurig. kein wunder das vielen nicht mehr als sicherheitsmitarbeiter weiter arbeiten möchten. ich überlege auch wenn das so weiter geht ein Berufswechsel. Wie überheblich sind die AG. ich glaube wir sind die Sklaven in diese Gewerbe. so oft werden Kollegen die nie Krank waren und immer Einsatzbereit gekündigt worden weil es die AG egal ist. Die AG sollen in die Zukunft 20 euro die stunden geben wenn es niemand mehr gibt in diese s… Gewerbe… 🙂 ich bin mal gespannt.

  12. Fahrer sagt:

    Ich habe auch kein besseres Angebot der Arbeitgeber erwartet.
    Erst mal ein kleines Angebot abgeben, mal sehen was dann passiert. So geht das immer.
    Beiden Parteien war das vorher schon klar. Mit Peanuts wird man sich nicht einig.
    Schon mal gut wenn die Tarifkommission mit einer Stimme spricht.
    ES FÄNGT HALT ERSTMAL AN.
    Klar ist aber, daß Nachtarbeit auf Dauer krank macht.
    Schlafstörungen, Herz-Kreislaufbeschwerden und Verringerung von sozialen Kontakten wären
    hierbei wichtige Stichworte, mit denen jeder was anfangen kann.
    Das ist längst wissenschaftlich belegt und leicht nachzulesen.
    Also wovon reden die Arbeitgeber hier eigentlich.
    Dagegen muß ein angemessener Ausgleich stehen. Und das können keine lächerlichen 5 Prozent
    auf den schon niedrigen Grundlohn sein.

    In diesem Sinne
    Bin gespannt wies weitergeht

  13. Rigo sagt:

    Das ist das ganz normale Tarifgeplänkel. Höhe Forderungen von Seiten der Gewerkschaft, niedrige Angebote von den Arbeitgebern. Dann nähern sie sich immer weiter an. Es werden am Ende meiner Schätzung nach durchschnittlich 3 – 3,5% mehr Lohn für alle Gruppen, Nachtzulage steigt um grandiose 5% auf total 10% ohne Verrechnung.

  14. Noris sagt:

    Daran kann man sehen, welchen Wert die Arbeitgeber ihren Mitarbeiter beimessen. Wir sind das Kapital der Branche und werden mit Füßen getreten. Leider ist keine meine Kollegen bereit den Mund aufzumachen bzw. zu kämpfen. Ist gibt sogar Kollegen, die sind gegen eine Erhöhung der Nachtzuschläge, weil diese für Neid und Unruhe sorgen würden. Unfassbar.

    Ich bekomme bei so einem Angebot auf jeden Fall das Kotzen. Die Motivation kurzfristig eine Schicht zu übernehmen, steigert sich gerade ins Unermessliche.

  15. Michel sagt:

    Unter diesen Voraussetzungen sollten wir alle sofort in einen unbefristeten Streik treffen damiden Arbeitgebern die Augen geöffnet werden ,bei einer täglichen Arbeitszeit von zukünftig 8 Stunden dürfen wir noch zum Arbeitsamt gehen um eine Aufstockung zu bekommen weil ein Überleben mit diesem Gehalt nicht möglich ist!!!!

    • Noris sagt:

      Wegen der Friedenspflicht müssen wir leider noch bis Ende das Jahres die Füße stillhalten.

    • Ömer sagt:

      Eben. Die AG lachen uns aus. Die haben zuviel macht. Ein grosse Streik würde mehr liefern. sehe den Streick von Flughaven personal. Hat geklappt. Ich mach mit.

  16. Longmike sagt:

    Boah, ich könnte kotzen.

    Diese geldgierigen Chefs streichen Millionen von Gewinnen ein durch Ausbeutung und Betrug und die Herren sind sich zu fein, auch nur einen Krümel vom Kuchen abzugeben. Lachhaft.

    Was ist mit den Arbeitern in Flüchtlingsheimen?
    Warum bekommen die Arbeitnehmer an Flughäfen mehr als der kleine Separatwachmann?

    Alles nur fadenscheinig, was da verhandelt wird.