Securitas entschuldigt sich für falsche Tarifanwendung

15. Januar 2019 | Von | Kategorie: Leitartikel

Vor einiger Zeit berichteten wir hier auf wasi-nrw von einem Beschäftigten, der zuwenig Stunden vergütet bekam. Normalerweise nichts, was neu für uns wäre, aber die Antwort seines Arbeitgebers Securitas machte uns stutzig. Nachdem er die fehlenden Stunden geltend gemacht hatte, wurde sein Anliegen abgelehnt, mit der Begründung, dass der Bundesmanteltarifvertrag mit der GÖD eine Durchschnittsberechnung vorsehe. Hier wurde also der falsche Tarifvertrag angewendet, zum Nachteil des Beschäftigten.

Beschwerde mit Erfolg

Verdi legte offizielle Beschwerde beim Arbeitgeberverband ein, mit Erfolg! Sofort entschuldigte sich der verantwortliche Geschäftsführer für diesen Fehler und leitete die sofortige Korrektur ein. Auch Gabriele Biesing, Mitglied der Geschäftsführung der Securitas Holding GmbH erklärte uns gegenüber schriftlich ihr Bedauern über diesen Fehler und stellt noch einmal klar, dass Securitas Wert darauf legt, die richtigen Tarifverträge anzuwenden. Offensichtlich war eine Führungskraft nicht ganz über die richtige Anwendung von Tarifverträgen im Bilde.

vorbildlich

Die schnelle und klare Reaktion von Securitas ist vorbildlich. Der Fehler wurde eingestanden, der betroffene Beschäftigte kommt zu seinem Recht und hat keinerlei negative Konsequenzen zu befürchten.

Leider wissen wir aus unseren Erfahrungen in dieser Branche, dass längst nicht alle Arbeitgeber so reagieren. Deswegen ist es umso wichtiger, dass ihr euch in so einem Falle meldet. Wir können euch erklären, was ihr tun müsst, um zu eurem Recht zu kommen. Gewerkschaftsmitlieder haben es da noch einfacher, ihnen steht Rechtschutz durch die Gewerkschaft zu. Nicht jeder Arbeitgeber ist so einsichtig, wie Securitas in diesem Falle!

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