Zur Lage am Köln/Bonner Flughafen
8. April 2017 Share

Zur Lage am Köln/Bonner Flughafen

Große Unsicherheit bei den Beschäftigten

Verständlich, denn inzwischen ist klar, dass das der Flughafen Köln/Bonn die Zusammenarbeit mit dem Sicherheitsdienstleister Kötter im Bereich §8 beendet und der Vertrag nun zum Ende Januar 2018 ausläuft. Nun ist Unruhe in der Belegschaft. In den einschlägigen Netzwerken wird nun spekuliert, was jetzt mit den Arbeitsplätzen passiert.

Schuld an der Misere hat einzig und allein die Unternehmensführung Kötter

Nur um das mal klarzustellen! Ganz sicher sind nicht die Beschäftigten, die den Arsch in der Hose haben, um Missstände anzuprangern, Schuld daran, dass Kötter nun den Auftrag verliert. Die Alternative wäre gewesen, weiterhin alles so hinzunehmen, die Faust in der Tasche zu machen und dann durch die Rezertifizierung zu fallen, weil keine ausreichenden Schulungsstunden durchgeführt wurden. An dieser Stelle noch einmal unseren Dank an die mutigen Kolleginnen und Kollegen, die sich getraut haben, den Mund aufzumachen.

Fakt ist auch, dass den Behörden schon lange Missstände bei Kötter bekannt sind, nur das bisher nicht viel passiert ist. Mehrfach hat es Gespräche zwischen uns und Verantwortlichen gegeben. Doch irgendwann bringt ein Tröpfchen das Fass zum Überlaufen, das genau ist jetzt geschehen!

Von einzelnen werden nun Unwahrheiten und Gerüchte gestreut

Die Situation wird von einigen „Kollegen“ im Augenblick genutzt, um gezielt Gerüchte und Unwahrheiten unter den Beschäftigten zu streuen. Da mutieren „Kollegen“ auf einmal zu „Juristen“, die Halbwahrheiten zum Thema Betriebsübergang und zur Anwendung des Tarifvertrages, der ja aber genau die Beschäftigten in so einem Fall schützt, in Umlauf bringen. Gleichzeitig wird gegen die Übeltäter gehetzt, diese seien jetzt Schuld, dass die gesamte Belegschaft arbeitslos wird und gleichzeitig ist die Gewerkschaft Schuld an der Misere.

Ob das aus falsch verstandener Loyalität zum Arbeitgeber geschieht, aus einem Geltungsbedürfnis heraus, oder einfach aus Unwissenheit, ist mir manchmal nicht ganz klar.

Trotzdem warnen wir davor, sich von diesen Leuten verunsichern zu lassen! Juristische Bewertungen überlassen wir besser unseren Fachleuten.

Noch einmal: Kötter hat Mist gebaut, nicht die Beschäftigten!

Um jetzt erst einmal etwas Ruhe hereinzubringen, folgendes:

  • Kötter hat bereits schriftlich sämtlichen Beschäftigten mitgeteilt, dass alle Arbeitsplätze übernommen werden.
  • Dies wird Kötter vermutlich auf den Beschäftigtenversammlungen, die ab Montag stattfinden sollen, noch einmal bestätigen.
  • Der Vertrag zwischen Flughafen und Kötter wurde einvernehmlich beendet, keine Seite gibt den Beschäftigten Schuld, die gute Leistung der Beschäftigten wurde betont.
  • In der nächsten Woche hat der Flughafenbetreiber verdi eingeladen, um mit uns den Sachstand zu besprechen.
  • Unser Standpunkt ist klar: Wir lassen keinen einzigen Beschäftigten im Regen stehen.

Sobald es etwas Neues gibt, informieren wir euch!

Noch etwas in eigener Sache:

Es gibt die Möglichkeit, unsere Artikel auf der wasi-nrw Seite zu kommentieren. Allerdings werden wir keine Kommentare zulassen, in denen Kollegen gezielt denunziert werden. Ebenso werden wir keine Kommentare zulassen, in denen gezielt versucht wird, Unwahrheiten zu verbreiten. Es hat auch keinen Zweck, sich mehrfach hintereinander unter verschiedenen Namen anzumelden und so zu tun, als wäre man ganz viele, um gezielt Stimmungsmache zu betreiben. 😉

Allen anderen, die wasi.nrw.de dazu nutzen wollen, sich zu informieren, sich auszutauschen oder Fragen loszuwerden, stehen wir zur Verfügung.

Übrigens haben wir in den 2 1/2 Jahren, seit es wasi-nrw.de gibt, inzwischen deutlich über 400.000 Aufrufe und hunderte Kontaktanfragen bekommen!

Dafür ein dickes Dankeschön!