Diskussion zum Tarifergebnis

17. Dezember 2016 | Von | Kategorie: Tarifrunde

Die Tarifrunde NRW ist noch nicht abgeschlossen. Jetzt kommt es auf euch an, kommt nach Düsseldorf!

 

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43 Kommentare auf "Diskussion zum Tarifergebnis"

  1. Jörg sagt:

    Es gibt Mitarbeiter die kennen Verdi und die Betriebsratsarbeit 23 Monate im Jahr nicht.
    Wenn dann nach vielen Stunden aktiver Arbeit in der TK ein Ergebnis bereit liegt kommen die großen Sprücheklopfer und können alles besser.
    Jeder kann sich mit Ideen einbringen. Jeder kann was tun.
    Aber Leute die alle 24 Monate nur meckern und alles schlecht machen, die sollten doch besser das Weite suchen. In Afrika sind noch Plätze frei!
    Zum Beitrag Manni sagt: vom 25. Dezember 2016 um 23:51
    würde mich mal Interessieren warum man 7 Jahre wartet wenn man feststellt das man falsch eingruppiert ist.
    Ihr müsst lernen den Mund aufzumachen.
    Da dies nicht in unserer WF der Fall ist würde gerne wissen bei welcher Firma das der Fall ist.

  2. Bernd Guss sagt:

    Das Wichtigste ist m.E., dass auch die Stundensätze zwischen Auftraggebern und Subununternehmern überwacht/kontrolliert und geregelt werden. Das ist sehr sehr wichtig.

    • Andreas Rech sagt:

      Da stimme ich dir zu, aber als Gewerkschaft haben wir leider keinen Einblick in die Verträge, die da abgeschlossen werden. Hier sind Behörden gefragt, auf die wir leider keinen Einfluss haben. Deswegen versuchen wir hier über wasi-nrw.de solche Fälle, die uns bekannt werden auch öffentlich zu machen.

      • Bernd Guss sagt:

        Sehr viele große Firmen arbeiten mit Subunternehmen und das ist den Behörden auch bestimmt bekannt aber da wird leider weggeschaut. Ist ein sehr wichtiger Punkt, wo die zuständigen Behörden nachkaken sollten.

  3. GiesMark sagt:

    Guten Tag

    Ich bin AG einer mittelständischen Firma und bin doch sehr erstaunt, welches Bild hier generell über AG geschrieben wird. Es ist bei weitem nicht so, dass sich sämtliche AG der sozialen Verantwortung entziehen und die MA nur in die untersten Lohngruppe einordnen um sich selbst den Gewinn zu steigern.
    Ja es gibt diese Firmen. Die Firmen sind häufig auch bekannt bzw. kommen immer wieder in den Kreisen als Beispiel vor. Es gibt auch Kunden denen es egal ist was da passiert. Es gibt aber auch Mitarbeiter die sich so verhalten, so arbeiten und fortbildungsresistent sind. Also bitte, nicht zu einseitig.
    Es gibt einen freien Arbeitsmarkt und in der Branche kann man was finden. Man muss nur wollen und sich „verändern“! Ich habe es auch getan, weil ich so nicht mit mir arbeiten lassen wollte.

    Es gibt aber auch Firmen die ganz anders arbeiten. Denn gute Mitarbeiter sind das „Kapital“ der Firma und die möchte man langfristig binden. Doch leider arbeiten wir in einer Branche die quasi Jeder darstellen kann egal zu welchem Kurs ob sinnvoll oder nicht. Ich bin seit gut 20 Jahren in der Sicherheit und habe den Job vom Streifengänger bis hin zum GF erarbeitet. Ich habe in der Zeit viel gesehen. Es gab gute und schlechte Vorgesetzte, Mitarbeiter und Kunden. Ich nehme heute keine Aufträge an die nicht mindestens mit B09 kalkuliert sind. Ich zahle übertarifliche Zuschläge aber fordere auch was dafür. Und das alles bei einer weitestgehend 8 Stunden Belastung. Denn Freizeit, Gesundheit und psychische Belastung muss man immer im Auge behalten und gewähren. Es gibt jährliche (pflicht) Fortbildungen. Ich zahle auch eine jährliche Prämie in Abhängigkeit vom unternehmerischen Erfolg. Dies wird mit MA-Vertretung besprochen und die Zahlen sind allen MA bekannt. Denn nur so kann man eine Akzeptanz und Vertrauen schaffen. Den Löhne müssen erarbeitet werden und jeder meiner Mitarbeiter ist sein eigener Arbeitsplatz.

    Ich wünsche mir von der Verdi nach einem Abschluss mehr Vorlauf, um uns den AG die Chance zu geben, mit den Kunden ins Gespräch zu kommen. Da ist es manchmal sehr schwer kurz vor der „Angst“ oder noch besser rückwirkend mehr Geld zu bekommen.

    Sinnvoll wäre auch eine Eingruppierung die mit einer Qualifizierung einhergehen muss.

    Billig können die Anderen immer besser. Ich vertraue meinen Mitarbeitern.

    Mit freundlichen Grüßen I Kind regards

    • Andreas Rech sagt:

      Nun, der Vorlauf nach einem Abschluss um die Kunden zu informieren ist ja nicht von verdi festgelegt, sondern mit dem Arbeitgeberverband so besprochen. Und die Eingruppierung, die mit der Qualifizierung einhergeht, wurde ja vom Arbeitgeberverband kategorisch abgelehnt. Hier ist der Arbeitgeberverband ja nur bei der FKSS dazu bereit. Wenden sie sich da am besten an den Arbeitgeberverband.
      Beste Grüße 🙂

  4. Norman sagt:

    Salvete,

    Ich finde es bemerkenswert, wie schnell die Tätigkeit in Flüchtlingsunterkünften als neue Lohngruppe implementiert wurde, stelle mir jedoch die Frage, wieso ich als Night-Audit in einem 4 Sterne-Hotel mit deutlich anspruchsvolleren Aufgaben in der untersten Lohngruppe arbeite und das, obwohl die Überwachung Technischer Anlagen in Verbindung mit Pfortendienst(hoteleigenes Parkhaus) ebenso zu meinen Tätigkeiten gehört wie der empfangsdienst an sich??
    Sehe ich das falsch oder wäre die Rezeptionstätigkeit in einem Hotel normalerweise nicht als B8 oder gar B9 einzustufen statt B7?
    Ich hatte bereits während der Nacht Besuch von einem Herrn des BRs, warte jedoch seit ca. 1 Jahr auf eine Rückmeldung , bzw. Neueinstufung.

    mfg.

    Norman B.

    • Andreas Rech sagt:

      Naja, dafür, dass die Arbeitgeber seit 2014 angekündigt haben, in den Flüchtlingsunterkünften etwas zu tun, hat es dann doch gedauert. ZU deinem speziellen Problem per Ferndiagnose etwas zu sagen, ist natürlich schwer, aber du solltest deine Eingruppierung dringend prüfen lassen. Wir helfen da gerne. Auf Zuruf wird dein AG da vermutlich nichts ändern.

  5. Ben Engels sagt:

    Guten tag

    Also ich meine erstmal danke für die Bemühungen .

    aber die Arbeitgeber führen uns an der Nase herum !
    ich meine ich habe jetzt schon viel gemacht Einsatzleiter für temporäre Objekte (objektschutz)
    Objekt leiter für Doorman , Deutsche bahn , Tresor Bewachung 4.5 Tonnen gold . Brandschutz , Bauarbeiter Bewachung , Event Schutz ,Jobcenter Sicherheit, und noch so einige andere Sachen aber ganz erlich
    wir die kleinen Männer halten die Großen und kleinen firmen am essen wir sind Wind und wetter ausgesetzt wir stehen mit einen bein im Knast und oder im Krankenhaus wir haben den ärger mit den Leuten der Polizei obdachlosen oder was nicht alles wofür damit der chef sich nen dickes auto leisten kann Geld machen auf den rücken der anderen .

    und dann darf man sich anhören ja also wen sie krank machen müssen wir sie entlassen !
    Urlaub also ich glaube nicht . ( was ne Scheiß Formel wir sind immer die verliere)
    ihre Bezahlung stimmt wir zahlen krank nur mit 8 h .
    das Geld ist unterwegs (23) .
    die Bescheißen hinten und Vorne ich war 7 mal im Krankenhaus in 1 Jahr nur weil ich meine arbeit richtig mache .
    in Dauer Nachtschicht im winter am Wochenende oder Feiertag und die Zuschläge sind lächerlich .
    ich währe für streiken wen die Kollegen und Kolleginen alle mal aufstehen würden und nicht vereinzelt denken ach das machen andere für uns wir MÜSSEN denen zeigen wer denen das Geld verdient wir MÜSSEN denen zeigen was die ohne uns währen .
    Brüder und Schwestern wird zeit aufzustehen findet ihr nicht .

    Traut Euch !
    Alleine schaffen wir nichts Gemeinsam sind wir stark!!!!!!!!

    • Maik sagt:

      Ich stimme da voll und ganz zu. Ruht euch nicht darauf aus was andere entscheiden. Tretet euren Kollegen und Kolleginnen in den Arsch das Sie streiken. Ermuntert sie zum Beitritt der Gewerkschaft. Aviation macht es vor. Seit stark. Denkt immer daran. Polizei wird gerufen. WIR SIND SCHON DA.

  6. Silvio sagt:

    Ich habe gegen das Ergebnis gestimmt und habe folgende Begründung beigefügt:

    Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, liebe Verhandlungsführer/innen,

    vielen Dank für die Möglichkeit, über das Verhandlungsergebnis der Tarifkommission zu entscheiden.
    Leider enttäuscht mich das Ergebnis sehr, ganz besonders geärgert habe ich mich aber über die „Erläuterungen des BAG-Urteils auf 25% Nachtzuschlag“ (wir können das Kind ruhig beim Namen nennen: BAG – 10 AZR 423/14)

    Enttäuscht hat mich das Ergebnis, da eine Erhöhung von 3,1% im Bereich der Bewachung für normale Zeiten in normalen Branchen durchaus ok wären. Nicht aber in einer Zeit, in der Arbeitgeber händerringend nach qualifizierten Mitarbeitern suchen, die Auftragslage exorbitant hoch ist und unsere Kernkompetenz eines der meist diskutierten und nachgefragtesten Dienstleistungen derzeit auf dem Markt sind. Jede Zeitung, jede Nachrichtenzeile, jede politische Diskussion geht derzeit nicht ohne das Wort „Sicherheit“. Da können 3,1% auf ein Niedriglohnsektor nicht aursreichend sein.

    Schlimmer ist jedoch, daß sich die Verdi der unsachlichen Argumentation der Arbeitgeber bedient, um uns Arbeitnehmer das schwache Ergebnis auch noch schmackhaft zu machen. Mir scheint zudem, daß Ihr das Urteil überhaupt nicht durchgelesen habt, und wenn es nur die Leitsätze gewesen wären.

    1) Ein Urteil des Bundesarbeitsgerichtes ist nicht irgendein Urteil, sondern liegt in der Normenhierachie sehr weit oben. Dieses gesprochene Richterrecht ist einer Gesetzgebung ziemlich nahe.
    2) Das Gericht hat nicht gesagt, ob bei einer bestimmte Branche oder Tätigkeit mehr oder weniger Nachtzuschlag geleistet werden muss, sondern orientiert sich nur nach der Frage der Gesundheitsgefährdung und der Benachteiligung durch mangelnde soziale Teilhabe durch Nachtarbeit.
    3) Die 25% Zuschlag geben zwar den ungefähren Richtwert an, es wird aber konkret gesagt, daß bei einer regelmäßigen nächtliche Arbeitszeit mindestens 30% als angemessen anzusehen ist und nur bei geringerem Arbeitsaufwand (nicht bestimmte Tätigkeit) wie beispielsweise Bereitschaft auch weniger – also 25% – angemessen sein kann.
    4) Das Gericht macht ziemlich deutlich, dass es zwar auch weniger Zuschlag sein darf, aber nur in absolut begründeten Ausnahmefällen, die der Arbeitgeber darzulegen hat
    5) Das Gericht hat zudem betont, daß in Branchen mit eigenen Tarifverträgen diese Werte nicht gelten müssen, da es davon ausgeht, daß in den Verträgen bessere Ausgleichsmodalitäten wie Freizeitausgleich etc. verhandelt wurden. Ich glaube nicht, daß das Gericht der Gewerkschaft signalisieren wollte, sich auf 5% für das ganze nächste Jahr auszuruhen.
    6) Es ist zwar richtig, daß in diesem Urteil die Nachtschicht erst um 23 Uhr beginnt und nicht bei 22 Uhr, wie bei uns. Aber dann hättet Ihr bitte auch schreiben müssen, daß der erwähnte LKW-Fahrer zwischen 21 Uhr und 23 Uhr noch eine Spätschichtzulage bekommt.

    Es gibt in diesem Urteil noch eine ganze Reihe an Argumenten, die Euren Abschluss verbieten würden, würde dieser in dem Urteil verhandelt.

    Deswegen stimme ich mit NEIN, und bin auch bereit zu streiken. Ich hoffe allerdings, im Falle eines Streikes mehr Rückendeckung von der Verdi zu bekommen, als es dieses Ergebnis vermuten lassen würde.

    Herzlichst, Silvio

    • Andreas Rech sagt:

      Ich finde gut, dass du dich klar dazu bekennst, im Falle eines Falles auch zu streiken. Denn wie wir sehen, ist am Verhandlungstisch nunmal nicht mehr rauszuholen. Die Frage ist, wieviele streiken mit? Wir haben an keiner Stelle versucht, etwas schönzureden, aber wir müssen darauf hinweisen, dass im Falle einer Ablehnung, sämtliche Zahlen weg sind und wir von vorne anfangen und nur durch Streiks versuchen müssen, die Zahlen in die Höhe zu treiben. Klar ist natürlich, dass es nicht mit einer einzigen kleinen Aktion getan ist. Wenn wir uns für einen Arbeitskampf entscheiden, bedeutet das, dass wir in den nächsten Wochen und Monaten jede Woche vielleicht 2-3 mal raus müssen. Wer nicht in der Gewerkschaft ist, bekommt natürlich auch kein Streikgeld. Ich hoffe, dass dann auch niemand einknickt.

  7. Manni sagt:

    Hallo zusammen.

    werden seit mehreren Jahren als Werksfeuerwehr-Anwärter entlohnt, da gibt es keine Erhöhung, WARUM?
    Anwärter ist man nur während der Ausbildung, wir sind aber schon 7 Jahre da. Warum findet da gerade keine Lohnerhöung statt? Immer noch bei 10,46 €

    • Andreas Rech sagt:

      Ich glaube, die Frage lautet, warum ihr nach 7 Jahren noch als Anwärter behandelt werdet. Wenn ihr falsch eingruppiert seid, können wir vielleicht helfen, sofern ihr Mitglied seid. Dann können wir gerne mal unseren Rechtsschutz drüberschauen lassen.

  8. Frederik sagt:

    Vorschlag für eine neue Rubrik:

    Rätsel der Woche

    Ein Teil der Beschäftigten in Unterbringungseinrichtungen für Ausreisepflichtige erhalten ab dem 1. Februar 2017 einen Stundenlohn von 11,24 Euro zzgl. einer Zulage in Höhe von 1,80 Euro.
    Wie viel Eurocent beträgt der Nachtzuschlag in Höhe von 5%?

    Jetzt fehlt noch ein Eingabefeld welches anschließend die korrekte Lösung zeigt.

  9. Karl Heinz Wallerius sagt:

    Ich bin hin und her gerissen. Weiß nicht,- soll ich zustimmen oder ablehnen. Sicher ist die Argumentation Arbeitszeit, Arbeitsbereitschaft und Rufbereitschat berechtigt. Aber der Teufel sitzt doch im Detail. Würde man wirklich im Detail die Dienstanweisung nach DGUV 23 umsetzen wäre uns allen geholfen. Aber was machen wir? Zusatzaufgaben ohne Ende. Nach dem Motto:“Der sitzt ja jeh hier“. Unterschied zwischen Dienstleistung und Arbeitnehmerüberlasseung gleich null.
    Euer Schreiben an die Mitglieder habe ich erhaltern. Kann den Standpunkt verstehen. Versteht aber auch bitte meinen Standpunkt, und der steht im Augenblick auf,- weiß nicht. Soll ich jetzt alles aufführen was den Unterschied macht? Ihr kennt ihn! Es geht manchmal nicht nur um monetätre Dinge, sondern um Dinge wie Impfungen, Schutzbekleidung, Weiterbildung und, und ………. Manteltarifvertrag………173 statt 160 Stunden, was soll das……..Eingruppierung…..Mitgliedervorteil (Zahle gerne für Trittbrettfahrer mit)….Habe bei der Umfrage für Vorschläge für die Tarifverhandlungen angebeben die Allgemeinverbindlichkeit zu kippen.
    Trotzdem werde ich euch weiter unterstützen. Wenn es keine Arbeitnehmervertretung mehr gibt,- gibt es auch keine Möglichkeit mehr der Einflussnahme.
    Mein Name ist Karl Heinz Wallerius, ich stehe dazu!

  10. Rolf sagt:

    Moin moin zusammen,

    den Tarifabschluss für 2017 halte ich durchaus für gut. 2 Dinge gefallen mir jedoch nicht wirklich.
    Erstens: Die durchschnittliche Lohnerhöhung von 1, 6 Prozent für 2018 erscheint mir mehr als fragwürdig.
    Zweitens: Die Erhöhung der Nachtschichtzuschläge auf 10 Prozent – wunderbar. ABER!!
    Hier wäre es wichtig, festzulegen wovon die 10 Prozent berechnet werden. Leider ist es so, daß manche Arbeitgeber, weil das nicht explizit festgelegt wird, nur nach der untersten Lohngruppe berechnen. Das kann sicher nicht ganz richtig sein…
    da müsste vielleicht noch etwas nachgebessert werden…

    Ansonsten, allen ein schönes Weihnachtsfest

    • Thomas Berning sagt:

      Doch, dass mit der Berechnung nach der untersten Tarifgruppe bei der Nachtschichtzulage ist so festgelegt im Manteltarifvertrag NRW. Siehe § 3 Nr. 5: http://wasi-nrw.de/wp-content/uploads/2015/04/MTV-WASI-NRW-2005.pdf

    • Frederik sagt:

      Warum sollte hier etwas nachgebessert werden? Die „Spielregeln“ sind klar und deutlich. Die Zuschläge sind dem Grundlohn des jeweiligen Mitarbeiter zuzurechnen. Wenn ein Arbeitgeber für die Zuschläge einen niedrigeren Stundensatz heranzieht, so tut er dies nicht aus Unwissenheit, sondern mit purer Absicht. Um deinen Vorwurf zu konkretisieren: Nenne doch mal drei Beispiele aus deinem Umfeld. Es gestaltet sich immer schwierig auf pauschale Vorwürfe die entsprechenden Antworten zu geben.

      • Frederik sagt:

        Ich bin ein wenig fassungslos und überrascht. Zum einen ist diese Formulierung im § 3 Nr. 5 auf Anhieb nicht unbedingt verständlich. Zum anderen verstehe ich ver.di nicht, eine derartige Vereinbarung zu treffen.

  11. Goffy sagt:

    Also, ich war gestern in Düsseldorf. Der Zulauf war leider nicht sehr stark, was wohl in erster Linie an dem kurzfristigen Termin lag.
    Allerdings gilt sowohl für mich als auch für meine beiden Mitfahrer: Es hat sich gelohnt, dorthin zu fahren. Alle Kollegen, die jetzt auf dieses Tarifergebnis schimpfen, sollten sich hinterfragen, ob sie bei negativer Umfrage bereit sind, wenn nötig, drei, vier oder sogar noch mehr Wochen in den Streik zu gehen. Jetzt gibt es 3,1 %. Wahrlich nicht viel. Bei Streik wäre alles wieder auf null gesetzt.
    Danke nochmals für den gestrigen Infotag.

    • Viktor H sagt:

      Hallo Goffy,

      möchte dir etwas Beruhigungsmittel auf den Weg geben.
      wir haben solche Oprationen schon durchgemacht und es hat was gebracht. Wer nicht wagt der nicht gewinnt.
      und wenn es am ende weniger als 3,1% sind …. dann haben wir es immerhin versucht. das ist doch das Slogen von der VerDi. Wir versuchen das – kann klappen kann in die Hose gehen.

      Aber nichts zu machen ist das Letzte!

      • Goffy sagt:

        Hallo Viktor H

        ich bin durchaus bereit, wenn nötig, zu Streiken.
        Nur, dafür braucht es auch ein Heer von Streikwilligen. Der Anteil der Verdi Mitglieder gerade im Sicherheitsgewerbe ist mehr als bescheiden. Hier muss viel mehr Aufklärungsarbeit und Werbung erfolgen. Viele, die kein Streikgeld erhalten, können es sich kaum leisten, wochenlang zu streiken. Von der leider nicht totzukriegenden Angst, den Arbeitsplatz zu verlieren, ganz zu schweigen. Mir persönlich gefällt das Ergebnis nicht besonders. Gerade für die unteren Lohngruppen hätte ich mir mehr gewünscht.
        Ich habe allerdings in Düsseldorf auch die Schätzungen der Kollegen nach der Anzahl der Streikwilligen in ihren jeweiligen Unternehmen mitbekommen. Sie ist leider (noch) unterirdisch.
        Es bringt nichts, zur Attacke zu blasen, wenn dahinter keine Macht steht.
        Ich habe für die Annahme gestimmt. Ein Streik, der mangels Masse von der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen wird, birgt die Gefahr, am Schluss nicht einmal das bisher Erreichte zu behalten.
        Also das Pferd bitte nicht von hinten satteln. Alle BR Mitglieder sind aufgerufen, in ihren Betrieben die Kollegen aufzumuntern, ihren Beitrag für Verdi und damit auch für sich selbst zu leisten. Ihnen klarzumachen, wie stark alle zusammen sein können.
        Was wir also dringend brauchen, sind Muntermacher und keine Beruhigungsmittel.

  12. Hirsch sagt:

    Wenn wir ehrlich und realistisch sind, haben wir hier ein top Ergebnis! Die DB und andere Branchen haben jüngst wesentlich niedriger abgeschlossen und das Argument „die Umsätze steigen“ ist weit hergeholt. Ich sitze im Wirtschaftsausschuss unseres BR und habe dadurch einen „tiefen“ Einblick in die Zahlen meines AG. Unter dem Strich bleibt – in Prozent gerechnet – nicht überzogen viel über. Genau genommen unter 2 %.
    Ich kann die AG daher zum teil nachvollziehen…

  13. Reinold sagt:

    Liebe Tarifkommission,

    angesichts eurer starken Bemühungen schäme ich mich für die Kommentare unserer Kollegen. Ich bin davon überzeugt, dass ihr das maximal mögliche rausgeholt habt und bin daher vollkommen zufrieden. Dank eurem tatkräftigen Einsatz habt ihr unsere Branche, respektive in den letzten drei Jahren, ein „gutes Stück“ voran gebracht.

    Abschließend möchte ich mich daher vielmals bedanken und wünsche besinnliche Festtage

    CR

    • Frederik sagt:

      Mit den ersten vier Wörtern stimme ich überein. Wenn ich ver.di für dieses Ergebnis ein Arbeitszeugnis ausstellen müsste, würde ich folgende Formulierung wählen:
      „sie haben sich stark bemüht“

  14. schichtenhai sagt:

    mit dem ergebnis bin ich absolut nicht zufrieden !

    mal abgesehen davon,das nicht jeder einfach so den dienstplan geändert bekommt. 2 tage vor weihnachten sind die prioritäten dann doch anders gesetzt.das bedürfnis sich das düsseldorfer verkehrschaos in der vorweihnachtszeit anzutun ,nur um sich ein paar lauwarme lippenbekentnisse abzuholen will sich nicht einstellen.

    • Andreas Rech sagt:

      Hallo Schichtenhai,

      uns ist die Problematik mit dem kurzfristigen Termin schon klar. Welche anderen Möglichkeiten haben wir? Wir reden über 51.000 Beschäftigte. Es müssen nicht alle arbeiten. Im Augenblick versuchen wir mit möglichst vielen Kolleginnen und Kollegen in den Betrieben zu sprechen oder sämtliche Anfragen telefonisch, schriftlich usw. zu beantworten. Aber wir werden nicht alle 51.000 erreichen, das ist uns klar.

      • revierfahrer sagt:

        hallo andres
        zum einen hätte man es vielleicht auf die erste januarwoche verschieben können.? was mich allerdings noch viel mehr wurmt ist die uhrzeit. die meisten nachtschichten gehen bis 6 uhr. um all diese kollegen zu erreichen wäre ein früherer begin notwendig. aus meinem betrieb mit ca 25 revierfahrern und alarmfahrern in dauernachtschicht wird ausser mir keiner kommen. um 10 uhr ist deren tiefschlafphase. wenn es um 7 oder 8 anfangen würde hätte man ja noch sagen können ich geh 2 bis 3 stunden später ins bett. aber quasi ganz auf schlaf verzichten um dann die nächste 12 std nachtschicht anzutreten? ich werd da sein und durchziehen aber wie gesagt ansonsten werden kaum kollegen aus dauernachtschicht kommen.
        oder lass es mich anders formulieren: es werder weniger kommen als wenn man einen früheren beginn gewählt hätte. bis dahin
        grüßle

      • Andreas Rech sagt:

        Ich bin gerne bereit, einen weiteren Termin, allerdings dann in Essen, in der ersten Januarwoche zu organisieren. Wenn sich hier mehrere KollegInnen finden und wir da eine Zeit ausmachen können, organisiere ich da was.

  15. Buddenberg, Detlef sagt:

    Komme nach Düsseldorf.

    Das Verhandlungsergebniss ist ein Witz, es kann doch nicht angehen das die Sicherheitsunternehmen aus verschiedenen Gründen Spitzen Umsätze machen und der Belegschaft weiss machen will, für eine Akzeptabele Löhnerhöhung sei man nicht in der Wirtschaftlichen lage.
    Abschluss nur wenn mindestens eine fünf vor dem Komma steht.
    Das Heisst mindestens 5% für das Jahr 2017 ab Januar und auch 5% ab Januar 2018 desweiteren muß die Nachtzulage von derzeit 5% jedes Jahr um 2,5% steigen bis der Prozentsatz von 25% für wechselschichtler bzw. 30% für Dauernachtschichtler erreicht ist.
    Zuzüglich einer monatlichen Zahlung ab Januar von 150,00 € so lange bis die Tarifverhandlung im Jahr 2017 verabschiedet wird.

  16. Manfred sagt:

    Hallo an alle,ich hoffe auf zahlreiches Erscheinen auch die Leute die so zahlreich im Form gemeldet haben.
    Danke

  17. Peter sagt:

    Der Arbeitgeber bezahlt sowieso nicht alles richtig in den tarifen da er sagt der Kunde gibt nicht mehr her . Bei allen Opjekten fast wird das alles als Opjektschutz benannt obwohl man als Pförtner arbeitet und dann nur 0.30 cent das ist lachhaft wie kann man sich auf die kleinste steigerung sich mit dem Arbeitgeber einigen die anderen bereiche da geht etwas weniger aber doch nicht in der unteren klasse und nachtzulage ab 2018 erhöhen ist ein hohn für den arbeitnehmer bei Steigende Umsätze. Villeicht verzichtet der Arbeitgeber auch bis 2018 auf eine Umsatzsteigerung . Opjektschutz ist bald Sozialsatz . Das muss nachgebessert werden.

  18. Daniel sagt:

    Moin

    Bei dem Ergebnis für die Unterbringungs Einrichtung für Ausreisepflichtige gefällt mir der Satz nicht wer unmittelbar mit Ausreiseplichtige zu tun hat . Heißt das im Klartext die Kollegen die in der Zentrale und Pforte und Hof Arbeitern bekommen den Zuschlag von 1.80 nicht oder bekommen es alle ?

    • Frederik sagt:

      Diese Frage ist berechtigt. Die derzeitige Formulierung birgt Konfliktpotenzial. Hier fehlen genaue Erläuterungen. Welche Positionen haben nur mittelbaren Kontakt und welche Positionen haben unmittelbaren Kontakt? Hier dürfte es sicherlich zu unterschiedlichen Auffassungen kommen.
      Wenn die Mitarbeiter zudem ihre Positionen regelmäßig wechseln, gibt´s ein Kuddelmuddel bei der Gehaltsabrechnung. Vorschlag: Alle Mitarbeiter erhalten diesen Zuschlag. Bei der Formulierung von Ver.di wird nach der 1,80 Euro ein Punkt gesetzt. Die nachfolgenden 9 Wörter werden ersatzlos gestrichen. Dies müsste machbar sein. Soviel Sicherheitskräfte betrifft dies nun auch wieder nicht.

  19. Longmike sagt:

    Muss leider arbeiten

  20. mieelle sagt:

    Hallo
    die Idee einer Diskussion des vorläufigen Ergebnisses der Verhandlungen ist sicherlich ein klares Zeichen dafür um die Bereitschaft feststellen zu können wer denn überhaupt bereit ist was zu tun.
    Also wenn alle die unzufrieden sind mit dem Ergebnis nach Düsseldorf kämen platzt der Saal aus allen Nähten. Ich befürchte nur das wird wie immer nicht der Fall sein. Ich kenne von unserem Betrieb keinen der kommen wird. Warum ?? Die Kollegen sind zufrieden mit dem Ergebnis. Und Sie würden für eventuell 1% oder 2% mehr nicht auf die Straße gehen und dabei möglicherweise 1 oder 2 Monate Leer ausgehen. Das ist die Realität

    • Matthias sagt:

      Die Behauptung das die Kollegen nicht kommen, weil sie zufrieden mit dem Ergebnis sind kann ich nicht bestätigen. Alle meine Kollegen finden es schlecht. Allerdings so der Tenor, haben die von Verdi als ihre Vertretung, auf Grund der Tarifverhandlungsergebnisse in der Vergangenheit, nichts anderes erwartet.

      Also ich komme nicht, weil ich um diese Urzeit nach meiner Nachtschicht auch mal schlafen muss um für die nächste 12 Stunden Schicht halbwegs fit zu sein..