Was soll das werden, WISAG?

4. Oktober 2016 | Von | Kategorie: Leitartikel

Dass immer wieder Mitgliedsunternehmen des Bundesverbandes mit unseriösen Methoden die Tarifverträge unterlaufen, ist ja nichts neues. Das auch geltende Gesetze, wie z.B. das Arbeitszeitgesetz, ständig mißachtet werden, auch nicht. Aber dass Arbeitgeber uns das auch noch schriftlich an die Hand geben, dagegen schon.

WISAG-Beschäftigte berichten uns von Formularen, die ihnen vorgelegt wurden, bei deren Unterzeichnung die Beschäftigten geplante Gesetzesverstöße absegnen sollen und gleichzeitig erklären, das Unternehmen nicht haftbar zu machen. Wir werden das mal entsprechend weiterleiten und hoffen, dass sich das als schlechter Scherz entpuppt.

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3 Kommentare auf "Was soll das werden, WISAG?"

  1. Bernd sagt:

    Hallo zusammen,

    Verständnisfrage.

    Paragraph 7 Arbeitszeitgesetz enthält eine Öffnungsklausel, die es Tarifverträgen erlaubt die Ruhezeiten in Ausnahmefällen auf 9 Stunden zu verkürzen. Und unser Tarifvertrag greift dies auf uns sagt ebenfalls eine Verkürzung ist in Ausnahmefällen auf 8 Stunden möglich.

    Wofür dann dieses Formular der WISAG?

    Oder soll es da um die tägliche Ruhezeit ohne Ausgleich gehen?

  2. spitzbube sagt:

    Hallo Michael,
    wer sagt, dass es um WISAG Nordwest geht?

  3. Michael sagt:

    Hallo,

    nun solche „Formulare“ sind nichts neues, wenn man die Hintergründe kennt.Schließlich
    treiben sich bei der WISAG Nordwest erfahrene „Sklaventreiber“ einer anderen Firma rum.
    Wer sich noch erinnert,die WISAG hatte vor etlichen Jahren die Firma Arnolds Sicherheit aus Essen vom
    Konkursverwalter günstig übernommen.
    Damit leider auch einige „Experten“ und den Führungsstil vom Junior.
    Diese Formulare muss man im Zusammenhang mit den Lohnzahlungen (siehe
    http://wasi-nrw.de/schweinereien-bei-der-wisag-nehmen-kein-ende )
    hier sehen.
    Das ist nämlich „System“,zu wenig zu zahlen um dann die Mitarbeiter zum „Freiwilligen Verzicht“
    auf Arbeitnehmerrechte zu bringen,
    Denn es geht um nichts anderes als den Profit der Firma und der natürlich am Umsatz beteiligten
    Führungskräfte zu erhöhen.
    Denn je weniger MA für ein Objekt im Einstaz sind,desto höher der Gewinn,weil die Auftraggeber nämlich sehr wohl mehr bezahlen.Bei vielen Objekten wären 8 Stunden-Schichten für die Wachleute möglich,da die Auftraggeber entsprechend hohe Verrechnungssätze zahlen.