Tarifkommission stellt Forderungen für NRW auf

20. September 2016 | Von | Kategorie: Leitartikel, Tarifrunde

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

am Donnerstag, dem 15.9. hat in Düsseldorf die Tarifkommission des Wach- und Sicherheitsgewerbes Nordrhein-Westfalen getagt.
Zum 31.12.2016 enden die Laufzeiten des Lohn- und Gehaltstarifvertrags, sowie des Manteltarifvertrags in NRW. Die Tarifkommission hatte also zunächst einmal darüber zu entscheiden, ob beide Tarifverträge ordentlich gekündigt werden und wir in Neuverhandlungen einsteigen.

Die Beschäftigten bestimmen die Forderungen

Es ist natürlich nicht einfach, zwei Tarifverträge gleichzeitig zu verhandeln, aber eure Stimmen gaben den Ausschlag. Wir hatten ja mehrere Wochen hier auf wasi-nrw.de eine Umfrage laufen, bei der ihr alle die Möglichkeit hattet, euch zu beteiligen und eure Vorstellungen an die Tarifkommission heranzutragen. Klar ist natürlich, dass dringend eine Lohnerhöhung fällig ist. Aber ihr habt auch deutlich gemacht, dass es durchaus Themen gibt, die im Manteltarifvertrag geregelt sind und die ihr anpacken wollt.

Die Beteiligung an dieser Umfrage hat uns positiv überrascht. Das ist ein gutes Zeichen. Allerdings waren wir auch etwas überrascht, dass an der Onlineumfrage, die ja offen für jeden war, deutlich überwiegend Gewerkschaftsmitglieder teilgenommen haben. Bedeutet das jetzt, dass die vielen Nicht-Mitglieder, die sich hätten beteiligen können, dies aber nicht getan haben, kein Interesse an den Tariflohnerhöhungen haben? Viele Beschäftigte lehnen eine Vertretung durch die Gewerkschaft ab, müssen also ihre Löhne selbst verhandeln, bzw. darauf hoffen, dass der Tarifvertrag allgemeinverbindlich wird.

Eine hohe Beteiligung ist noch kein Garant

Nun darf eine Gewerkschaft tatsächlich nur für ihre Mitglieder verhandeln. Klar ist, dass die Arbeitgeber dieser Branche nicht einen Cent freiwillig herausrücken werden. Das wurde schon in der Vergangenheit deutlich und wird dieses Mal nicht anders sein. Den Satz:“Der Kunde zahlt das nicht…“ kennt wohl jeder. Dieser Satz dient den Arbeitgebern leider als Totschlagargument bei jeder Gelegenheit.
Also fragten wir auch die Bereitschaft ab, für höhere Löhne auch tatsächlich aktiv zu werden und waren positiv überrascht, dass nicht nur an den Flughäfen und kerntechnischen Anlagen eine hohe Bereitschaft für Aktionen bis hin zu Streiks vorhanden ist, sondern auch in der allgemeinen Bewachung immer mehr Kolleginnen und Kollegen offensichtlich die Schnauze voll haben und sich beteiligen wollen.

Aus vielen Stimmen wird eine gemeinsame Forderung

Trotzdem hatte die Tarifkommission die schwierige Aufgabe, aus den Abstimmungsergebnissen, auch unter Berücksichtigung der Durchsetzungsfähigkeit die richtigen Forderungen aufzustellen.
Dabei wurde jede Lohngruppe einzeln betrachtet und jede einzelne Stimme gezählt. Es gab nur wenige Ausreißer, größtenteils schienen die Vorstellungen schon unter Berücksichtigung der eigenen Durchsetzungsfähigkeit abgegeben worden zu sein.
Die Forderungen findet ihr hier auf wasi-nrw.de. Außerdem werden wir hier noch mehr zu den Umfrageergebnissen im Einzelnen veröffentlichen.
Jetzt aber schicken wir eure Forderungen erst mal zum BDSW.

 

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27 Kommentare auf "Tarifkommission stellt Forderungen für NRW auf"

  1. Andreas Rech sagt:

    Der Pfortendienst ist in 3 Lohngruppen, je nach Aufgaben, unterteilt. Dabei gelten Stundenlöhne von 9,70 Euro, 10,90 Euro und 11,43 Euro. Ob sie richtig eingruppiert sind, kann ich von hier aus nicht beurteilen. Melden sie sich einfach zu einem Termin bei uns und dann können wir das prüfen.

  2. Dorel Vuchinger sagt:

    Hallo lieber Kollegen und Leser,

    meine Name ist Dorel V. VERDI-Vertrauensmann und Ersatzmitglid BR-Wisag und verfolge mit Interesse die Verdi Tätigkeit. Vor mir habe ich die Tarifinfoblatt 1 September 2016 mit den Aktuellen Forderungen, die ich fair, gerecht und zeitgemäß finde.

    Bei „ Anpassung der Regelung zur Berechnung des Durchschnittsverdienstes bei Urlaub (78er Regelung)…“habe ich meine Zweifel, dass ich richtig verstanden habe oder das mir richtig erklärt wurde.
    Nach mehrere Versuche mit verschiedenen Kollegen richtig und korrekt zu interpretieren die Verbesserung von „ Anpassung der Regelung…“, habe ich mich entschlossen Hilfe und Erklärungen von Außen zu suchen. Ich gebe zu, dass die…Arbeitsrecht, Urlaubsanspruch, Bundesurlaubsgesetz (BurlG).. und die Berechnungsformel für Urlaubsabgeltung ist eine schwierige und komplexe Materie in unsere Fall, die Eigendynamik, die kontinuierlich zwischen Arbeitsverbände und Gewerkschaft statt findet
    Das ich kein Fachmann in Materie bin und meine Muttersprache nicht Deutsch ist, habe ich natürlich Schwierigkeiten in Darstellung des Problems, darum bitte ich um euer Verständnis,
    aber ich werde mich bemühen, die Logik zu erfassen und zu beschreiben.
    Wir versuchen gemeinsam ein Gedankenexperiment zu machen.

    In unserem Bsp. haben wir zwei Mitarbeiter die gleiche Arbeitsverträge ( 48 Std /Woche ergibt sich 6 Arbeitstage pro Woche zwangsläufig ergibt sich 6 Urlaubstage /Woche ), Urlaubsansprüchen (36 Urlaubstage- 13 Jahre Bz ) und gleiche Arbeitsleistung erbringen in die letzte 13 Wochen ( 13 Woche entspricht ein Quartal ) nur die erbrachte Arbeitsleistung erfolgt in unterschiedliche Tage Mitarbeiter A arbeitet 5 Tage/Woche und Mitarbeiter B arbeitet 6 Tage/ Woche aber nach Anpassung der Regelung die Urlaubsabgeltung ist nicht gleich.
    In Zahlen:
    Ma A arbeitet 5Tage/Woche * 8 Std = 40 Std Ma B arbeitet 5Tage/ Woche * 10 Std = 50 Std
    1Tag /Woche * 10 Std = 10 Std
    Total Ma A 50 Std Ma B 50 Std

    13 Woche * 50 Std = 650 Std * 9,70 = 6.305 Euro Brutto ( 6AT/Woche * 13 W = 78 AT ) für Ma A

    13 Woche * 50 Std = 650 Std * 9,70 = 6.305 Euro Brutto ( 5 AT/Woche * 13 W = 65 AT ) für Ma B

    Formelberechnung von Urlaubsabgeltung

    Gesamteinkommen von letzte 13 Woche( entspricht 3 Monatslöhne ) / (6 Arbeitstage * 13 Woche )

    78 = der Durchschnittswert von einem Arbeitstag

    Gesamteinkommen 6.305 Euro / 78 = 80,83 Euro – Wert von ein Urlaubstage
    Ich habe auf rein kalkulatorische Gründe, die sämtliche Zuschläge außer Acht gelassen.
    Das heißt, dass beide Ma das gleiche Urlaubstagessatz bekommen würde, wenn die aktuelle Berechnungsformel benutzt wird ohne zu verletzen Leistungs-.und Gerechtigkeitsprinzip für die auch VERDI sich anstrebt, ohne detailliert ins Arbeitsmoral und -ethik zu gehen.

    Das Dilemma…nach Aussage von Verdi-Mitglieder und wie auch in der Infoblatt steht…wird die Anpassung der Formelberechnung für Tagesdurchschnittsverdienst erfolgen nach die tatsächliche Arbeitszeit, gemeint ist Arbeitstage. D.h. in unserem Bsp, dass der Ma A tatsächlich 78 Arbeitstage geleistet hat, ergibt sich ein Urlaubstagessatz von 80,83 Euro…und dass der Ma B tatsächlich nur 65 Arbeitstage geleistet hat , ergibt sich ein Urlaubstagessatz von 97,00 Euro…ohne zu vertiefen ist sehr sichtbar wo das Dilemma des Anpassung liegt. Die Differenz 16,17 Euro pro Urlaubstag ist sehr schwer zu erklären und hat keine mathematisches und logische Grundlage und verletzt Leistungs- und Gerechtigkeitsprinzip
    Hier erlaube ich mir eine Vorschlag zu machen…
    Wenn die Anpassung der „78er Regelung“… versucht z.B..in aktuelle Formel der Größe, die entspricht die Arbeitstage pro Woche, in unsere Bsp. 6 Arbeitstage pro Woche, in etwa 10 Prozent nach unten zu drucken bekommt ein höhere Urlaubstagessatz und die Formelberechnung greift Flächendeckend ohne Differenzen zu produzieren.

    In unsere Bsp 78 Tage – etwa 7,8 Tage ( entspricht 10 Prozent weniger ) = 70,2 Tage

    bei ei­ner Fünf­ta­ge­wo­che = Quar­tals­ge­halt : 65,
    bei ei­ner Vier­ta­ge­wo­che = Quar­tals­ge­halt : 52,
    bei ei­ner Drei­ta­ge­wo­che = Quar­tals­ge­halt : 39,
    bei ei­ner Zwei­ta­ge­wo­che = Quar­tals­ge­halt : 26.
    Die 10 Prozent Anpassung soll bei allen Bsp.von oben angewendet werden die allgemeine Gültigkeit hat.
    Ich bedanke mich bei all denen, die Aufmerksamkeit und Geduld aufgebracht haben bis Ende zu lesen
    Ich würde mich über jegliche Anregungen und Kommentare freuen
    Ich Wünsche weiterhin gutes Gelingen

  3. Andre sagt:

    Hallo Herr Rech,
    Ich bin im Pfortendienst tätig und habe einen momentanen Stundenlohn von 9,70€.

  4. Andreas Rech sagt:

    Der Separatwachdienst hat mehrere Lohngruppen. Im wesentlichen sind dies die Lohngruppen B 7 – B 14. Entscheidend ist deine ausgeübte Tätigkeit.

  5. Andre sagt:

    Welche Lohngruppe hat ein Seperatwachmann?

  6. schichtenhai sagt:

    ein hund, den man selber finanziert und in der freizeit ausbildet und trainiert, darf nicht schlechter gestellt werden wie ein zur verfügung gestelltes kfz,bei dem es ein km geld gibt.die jetzige regelung ist ein witz

  7. Burkhard Nolte sagt:

    Ja das stimmt. Womit die Hundeführer da für Ihre Hunde abgespeist werden ist ein Witz. Weiß denn keiner was so ein Hund alleine schon in der Anschaffung als Welpe kostet? Dann noch die ganze Zeit der Ausbildung, das sollte mal überlegt werden. Aber dann will das natürlichen keiner wissen und schon gar nicht dementsprechend honorieren.

  8. Noris sagt:

    Das Problem mit den Streiken ist das z.B. bei meinen Objekt der einzige bin der Mitglied von Verdi ist. Zusätzlich haben die aller Meisten befristete Verträge. Wir können froh sein das es an den Flughäfen ein bisschen besser aussieht. Aber wir können die Jungs und Mädels dort nicht die ganze Drecksarbeit alleine machen lassen.

  9. Manfred sagt:

    Hallo ,
    ich finde es richtig das man eine ordentliche Nachtschicht Zulage gezahlt wird. Im jeden anständigen Betrieb werden auch 25% Nachtschicht Zulagen gezahlt warum nicht im Sicherheitsdienst.
    Genau so ist es mit den Urlaub finde es beschämen das man wenn man beim Sicherheitsdienst anfängt nur 26 Tage Urlaub bekommt.
    Das ist eine Frechheit.
    Das schlimmste ist das man eine Ausbildung im Sicherheitsdienst hat und nur 9,70 Euro verdienst.
    Komme mir vor wie ein Sklave.
    Um ordentlich Leben zu können muss ich mehr wie 200 Std. +4 Wochenende arbeiten und die Familie freut sich.
    Man ist nur noch für die Firma da.
    Ich wünsche mir das Verdi mal hart bleibt und sich echt mal einsetzt für uns alle.
    Auch an alle Sicherheitsmitarbeiter ihr solltet auch für diesen Kampf mal richtig Streiken und keine Angst haben nur gemeinsam ist man stark.

  10. Christian sagt:

    Hallo liebe Kollegen.
    Ich bin SEHR erfreut über diese Forderung. Wenn man allerdings davon ausgeht das eine Gewerkschaft einen Arbeitnehmer „besserstellen“ oder zumindest „gleichstellen“ sollte wie es das Gesetz /Arbeitsgericht vorgibt (siehe Urteil Nachtarbeit letzten Jahres), so hat man in der kommenden Verhandlung wenig bzw. keinen Spielraum um dem BDSW beim Thema „Nachtzuschlag“ entgegenzukommen. 25/30 % stellen das MINIMUM dar, auch wenn mir sehrwohl bewusst ist das der Sprung von teilweise 5% recht groß ist. Dafür haben die Arbeitgeber sich die letzten Jahre/Jahrzente schon viel zu lang an uns gesundgestoßen. Bitte Standhaft bleiben! An Gesetzen oder Urteilen sollte es nichts zu rütteln geben.

  11. Christoph sagt:

    Nicht die Fa. Fritz K., sondern die Firma mit den 3 Punkten für höre nicht, sehe nicht und sage nichts …. Als Mini-Jobber bei der Fa. hemmungslos verarscht, geltendes Tarifrecht verletzt.

    Mini-Jobber wehren sich in der Regel nicht und schon gar nicht, wenn der Vertrag nur befristet ist.

    Falsch gedacht, mit SKP findet man auch Arbeitgeber die nach Tarif bezahlen und auch kommunizieren können. Man trifft sich dann vor dem ArbG wieder.

  12. Fahrer sagt:

    Hallo zusammen,

    kann mich noch gut an den letzten Streik erinnern. Das war für die meisten Mitarbeiter Neuland.
    Ohne die Starke Düsseldorfer Flughafenabteilung wären wir eindeutig nicht so erfolgreich im
    Abschluß gewesen.
    Bei uns im Betrieb (lasse den Namen bewußt weg) wars schwierig, besonders mit den Streikbrechern.
    Die Leitung bekommt immer Leute zusammen, die mit versuchen, den Laden am Laufen zu halten.
    Ekelhaft diese sogenannten Kollegen.
    Diese sind dem Arbeitgeber hörig und unterwerfig.
    Infiziert und wahrscheinlich von der Letung geschickt, wettern sie noch gegen die streikenden Kollegen, anstatt wenigstens Neutralität zu wahren.
    Was mir ganz übel aufstößt ist die Tatsache, daß sie auch mit dem Pseudoargument kommen “ Der Kunde zahlt das nicht“: Also von Leitung geschickt und selbst nicht so viel in der Birne. Sind im Grunde die großen Feiglinge. Nehmen gerne die erkämpfte Lohnerhöhung mit, haben vorher aber dagegen gelabert. Bitte einfach nur mal die Fresse halten, als unqualifiziert zu schwätzen.

    Leider läßt sich wohl nicht verhindern, daß diese Hirnis wieder von der Erhöhung profitieren.
    Deshalb lieber keine allgemeinverbindliche- allgemeingültige Lohnerhöhung.
    Besser nur für Mitglieder. Das würde uns stärken.

    Nur meine Meinung

  13. Kai sagt:

    Hallo liebe Kollegen,

    Du sprichst mir aus der Seele Thomas! In der Vergangenheit ist vieles nicht hundert prozentig gelaufen. Dennoch verfolge ich die jetzigen Verhandlungen mit sehr grossem Interesse. Wir hatten meiner Meinung nach noch nie so gute Vorraussetzungen eine deutliche Steigerung der Gehälter bzw. der Nachtschichtzulage durchzuboxen! Im Hinblick auf die letzten Jahre, kann ich nur hoffen das bei diesem Tarifabschluss nicht wieder nur 20%-30% der gestellten Forderungen erreicht werden.

    Den nur hohe Forderungen zu stellen bringt rein gar nichts, deshalb sehe ich auch keinen Grund direkt in Jubel auszubrechen.

    Der Aufruf zur Mitbestimmung stimmt mich positiv das es bei Verdi endlich mal ein umdenken gegeben hat. Ich bin gespannt😉

  14. max sagt:

    Es fehlt mir nach wie vor ein kostendeckende Hundezulage bzw. einen eigenen Hundeführer-tarif!

  15. thomas sagt:

    Moin

    Ich gehe mal davon aus so wie ich das hier lese hast du noch nicht einer Flüchtlingsunterkunft Gearbeitet. Ich finde die 14 Euro absolut gerechtfertigt, alleine schon deswegen weil man den Job nicht mit anderen Sicherheitsdienst Leistungen vergleichen kann. Ich selber habe auch in einem Flüchtlingsheim gearbeitet, und was teilweise von jedem einzelnen abverlangt wird ist schon eine enorme Psychische Belastung täglich, und man darf auch die 12 stunden schichten nicht vergessen
    Und ich weiß ganz genau dass viele Dinge die so alltäglich dem Sicherheitsdienst passieren gar nicht erst öffentlich gemacht werden um die Bevölkerung in Sicherheit zu wiegen und man mundtot gemacht wird weil man ja sein Job nicht verlieren möchte da man eine Familie zu ernähren hat.

    Ich finde die 14 Euro absolut gerechtfertigt

  16. Bernd sagt:

    Hallo zusammen,

    finde das Paket auch grundsätzlich in Ordnung.

    14 Euro für Leute in Flüchtlingsunterkünften finde ich etwas viel, zumindest solange die Voraussetzung lediglich die Sachkundeprüfung ist.
    Da müsste ein 3 monatiger Kurs her, mit Konfliktbewältigung, Informationen zu kulturellen unterschieden etc. Aber das ist natürlich eine andere Geschichte und nicht Teil des LTV.

    Zudem vermisse ich eine Eingruppierung der Meister für Schutz und Sicherheit. Es gibt hier zwar noch wenige Stellen, aber das wird sich mit Sicherheit im Laufe der Zeit ändern.

    Eventuell wäre auch ein Zuschlag für eingetragene Ausbilder wünschenswert. Bisher wird dies meist nicht vergütet und die „Ausbilder“ gehen dieser Zusatztätigkeit dementsprechend nach.

    Eine Regelung bezüglich Rufbereitschaften habe ich bisher auch noch nicht gefunden.

    Dieses Gewerbe hat viel Potential und wird immer wichtiger. Jedoch wird sie immer noch von vielen als Gewerbe der gescheiterten und Schulabbrecher angesehen.
    Ich kann den Leuten die so denken nicht einmal einen Vorwurf machen. Wenn ich den Großteil der Sicherheitsmitarbeiter sehe die an Stellen mit Öffentlichkeitsbezug arbeiten wird mir auch ganz anders.
    Ohne anständige Entlohnung, vor allem für qualifizierte Mitarbeiter und solche, die sich dieses Gewerbe wirklich ausgesucht haben und dieses auch leben, wird sich das leider nicht ändern…

  17. Holger K. sagt:

    Hallo,
    gibt es eigentlich Anstregungen die Zulagen für Wachabteilungsleiter/ Objektleiter zu erhöhen?

    Die Anforderungen der Auftraggeber werden immer höher, die Objekleitertätigkeiten werden immer mehr (SCC, AMS, Gefährdungsbeurteilung, Personalverantwortung), sind hier die 12 % Zulage wirklich ausreichend?

  18. Thorsten sagt:

    Hallo
    Mich wundert es das die Fa. Fritz…… überhaupt Leute bekommt die 12 wesselschicht machen für 9,70 € in dem Objekt???

  19. Christoph sagt:

    Leider, leider habe ich mich nicht beteiligt. Ich finde die Vorschläge gut.

    Ein später Vorschlag für die noch nicht begonnenen Verhandlungen: Die 3-Monats-Ausschlussfrist auf eine 6-Monats-Ausschlussfrist hochsetzen. Denn nach der Probezeit fordert sich eine richtige Eingruppierung anders ein, als in der Probezeit. Denn da feuert der AG den unbotmäßigen Wachmann ohne Begründung.

  20. Daniel sagt:

    Moin liebe Kollegen

    Es wäre super wenn bei einer Eingruppierung für Flüchtlingsheime, auch die
    Unterbringungseinrichtung für Ausreispflichtige in Büren mit in die Eingruppierung zu nehmen.
    Weil wir hier immer noch nach Objektschutz bezahlt werden obwohl sich die Arbeit nicht Groß
    Unterscheidet, mit der Ausnahme das hier mehr Verantwortung von uns gefordert wird.
    Es wäre toll wenn sich da was tun würde.

  21. Raphael sagt:

    Hast natürlich Recht. Allerdings gibt es auch Unternehmen,da hast Du die Wahl,zwischen Gewerkschaft und Arbeitsamt.

  22. Thomas sagt:

    Hallo.

    Ich finde es gut, dass diese Forderungen aufgestellt werden. Und dass so wie Michael sagt die nicht organisierten durch die allgemeinverbindlich Erklärung profitieren wollen und bei den Verhandlungen keine Unterstützung anbieten, das ist wohl wahr. Dieses rum gejammer von wegen mimimi böser Chef und doofe Vorgesetzten wenig Stunden usw. das kennen wir wohl alle. Da muss ich Michael mal Recht geben. Wenn ich was haben oder erreichen möchte, dann muss ich selber schon was dafür tun. Beispielsweise bei Verdi Mitglied werden und ggfs. mitstreiken, wenn es zum Streik kommt. Ich selber habe aber schon von manch einem Kollegen mitbekommen, dass sie von Verdi bzw. deren Unterstützung in arbeitsrechtlichen Angelegenheiten mit Arbeitgebern enttäuscht sind. Den Berichten nach zu folge fühlten sich die Kollegen allein gelassen, wenn es darum ging Einzelfallprobleme beispielsweise vor´s Arbeitsgericht zu bringen und berechtigt durchzuboxen. Inwieweit die Dinge so stimmen oder auch nicht, kann und möchte ich nicht beurteilen oder sonst wie werten. Nur Fakt ist, das ist von den jetzigen Verdivertretern ja auch schon ein Stück weit eingeräumt worden, es sind von Verdiseite in der Vergangenheit eine Menge Fehler gemacht worden. Teilweise habe ich das Gefühl, dass es hier und da immer noch hakt. Aber ich glaube aber auch, dass ein Wandel bei Verdi statt gefunden hat und es nun pö a pö vorwärts geht. Daher bitte ich auch um Verständnis, dass es Kollegen gibt, die sich die Verdi jetzt erstmal anschauen und abwarten, was da passiert. Und wenn erkennbar ist, dass wirklich ein guter dauerhafter Wandel da ist, dann wird es wohl auch bei den Mitgliedern aufwärts gehen. In diesem Sinne Glück auf!!

  23. Noris sagt:

    Ich finde es ein bisschen schade das bei der Erhöhung des „Sachkunde“ Lohns und den Lohn für Fachkraft für Schutz und Sicherheit nicht unterschieden wird. Damit wird der Unterschied prozentual gesehen immer geringer. Bildung sollte schon noch wertgeschätzt werden. Aber mal sehen wie überhaupt das Gegenangebot aussehen wird. Könnte mir vorstellen das uns dabei das Brötchen im Halse stecken bleibt.

  24. Andreas Rech sagt:

    Stimmt, ist im Flugblatt untergegangen. Forderungen für LG 5a und LG 5b sind jeweils 1 Euro mehr. LG 5c sind ja die kta´s, die sind aufgeführt.

  25. schichtenhai sagt:

    lohngruppe 5 ? warum wird die nicht aufgeführt ?

  26. Michael sagt:

    Hallo,

    nun, das hier überwiegend Gewerkschaftsmitglieder mitmachen,ist doch die Wiedergabe der Realität in den Betrieben…..ALLE wollen zwar mehr Geld haben,aber tun wollen sie dafür natürlich nichts (man will ja „Lieb Kind“ bei den Chefs sein…..*grummel*).
    Man „verläßt“ sich halt darauf, das wie immer die Lohntarifverträge Allgemeinverbindlich erklärt werden und sie doch in den Genuß der Lohnerhöhungen kommen.
    Es sind allerdings auch meistens diese Leute, die auf dem Objekten herumjammern, das sie zu wenig verdienen.

    Und noch ein Wort zu den Arbeitgebern…dieser Satz
    „Der Kunde zahlt das nicht…“

    bringt mein Blut in Wallung….wen dem so wäre,muss man sich doch fragen, wieso man noch
    SUB-Unternehmer dazwischen schalten kann….bei denen es sich oft übrigens um im wahrsten Sinne des Wortes „Verwandtschaftliche“ Beziehungen handelt.
    Schwager,Tochter,Cousin oder ähnlich sind doch gang und gäbe in der Branche als Geschäftsführer eines „vermeintlich“ unabhängigen Sicherheitsunternehmens.

    mfg

    Michael

  27. Matthias Gerke sagt:

    Guten Tag,

    gutes Paket habt ihr hier erarbeitet- und mit der Mitgliedervorteilsregelung bin ich mehr als einverstanden.
    Nur organisiert können wir solche Forderungen zu einem zufriedenstellenden Abschluss vorantreiben.

    Ohne Verdi keine Kekse!

    MfG an alle die sich reinknieen 😉