Und noch ein BDSW Mitgliedsunternehmen: Was kommt als nächstes?

12. September 2016 | Von | Kategorie: Leitartikel

Nach den Vorfällen in Köln werden nun auch Vorfälle in Bochum bekannt. Auch hier hat ein BDSW Mitglied, die Rheinische Sicherheitsdienste GmbH,  Aufträge in Flüchtlingsunterkünften nicht selbst ausgeführt, sondern zwielichtige Subunternehmen eingesetzt, die offensichtlich weder Gesetze, noch Tarifverträge einhalten. Die Leidtragenden sind mal wieder die Sicherheitsbeschäftigten, die jetzt ihrer Bezahlung hinterherlaufen. Wir haben langsam von diesem Methoden die Schnauze voll, dieser Verband sitzt in den nächsten Monaten in 9 Bundesländern mit uns am Verhandlungstisch um Arbeitsbedingungen und Löhne zu definieren.Wir informieren euch weiter.

Nicht jammern, organisieren

Wer sich dagegen zur Wehr setzen will, wird spätestens jetzt Mitglied in der Gewerkschaft. Wer sich damit abgefunden hat, eben nicht.

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2 Kommentare auf "Und noch ein BDSW Mitgliedsunternehmen: Was kommt als nächstes?"

  1. Martin sagt:

    Juristisch bleibt die Verantwortung auch bei der Stadt Bochum. Stichwort dazu: Generalunternehmerhaftung!

    Wer wirklich will, dass sich das ändert, lässt unabhängige Überprüfungen dazu vornehmen.
    Die Kommunen können das extern beauftragen und die Leistungserbringer kontrollieren lassen.

    Das sollte bei den immensen Summen, welche für private Sicherheit von den Kommunen ausgegeben werden (Steuergeld) normal sein. Jeder Einzelhändler prüft regelmäßig seinen Lieferanten bzw. Wareneingang.

    Die Vergabepraxis ist tatsächlich der niedrigste Preis. Kein anderes Kriterium wird für diese sensible Tätigkeit herangezogen. Nur eine aktive und regelmäßige Vertragsprozessanalyse kann diese Umstände nachhaltig ändern. Gefordert ist dabei der Auftraggeber.

    Das gilt für private wie öffentliche Institutionen. Nur rausschleichen und sagen. „Ich war das nicht in Schuld…“ ist juristisch und verantwortlich nicht ausreichend.

  2. Michael Hochstrat sagt:

    Solange im BDSW die großen Unternehmen mit den teuersten Anwälten das Sagen haben, wird sich da nichts ändern. Die schieben sich gegenseitig die Kohle in die Tasche, die Aufträge zu und wer weiß, was noch so alles dort geschieht.

    Solchen Unternehmen gehört von Amts wegen sofort die Lizenz entzogen und sämtliche laufenden Verträge mit riesiger Vertragsstrafe in Rechnung gestellt.

    Ich betone immer wieder: Eine Krähe hackt de anderen kein Auge aus, und solange sich dort in diesem Verband nichts ändert, werden auch wir Arbeitnehmer immer die dummen sein.