Flughafen Köln/Bonn

13. April 2015 | Von | Kategorie: Aktuelles, Aviation
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Betriebsübergang/Auftragswechsel ab 01. April 2015
Miserabler Umgang mit den Beschäftigten durch Sicherheitsfirmen!

Anfang März 2015 haben wir die Missstände bei der Auftragsneuvergabe von Sicherheitsaufgaben am Flughafen Köln/Bonn öffentlich gemacht sowie den Auftraggeber ausführlich informiert.
Die Mitgliedsunternehmen des Bundesverbandes der Sicherheitswirtschaft (BDSW) WIS, Kötter und Securitas spielen in unterschiedlichen Rollen mit der Existenz von langjährigen Beschäftigten.

15 langjährig Beschäftigte sind weiter im Unklaren!

Trotz einer klaren tarifvertraglichen Regelung zur Übernahme der Beschäftigten bei einem Auftragswechsel von Sicherheitsaufgaben waren am 01. April 2015 immer noch 15 Menschen weiter im Unklaren bzw. hatten noch kein Angebot zur Weiterbeschäftigung durch Securitas und Kötter. Die Kolleginnen und Kollegen sind seit Anfang 2015 völlig verunsichert und werden seit dem von den Arbeitgebern ignoriert.

Kötter spielt den toten Mann!

Den WIS Beschäftigten, die bis zum 01. April auf den Positionen, die zukünftig von Kötter bedient werden, gearbeitet haben, wurden bisher gemäß der tariflichen Regelung kein Angebot unterbreitet. Umso erstaunlicher ist es, dass dieser Arbeitgeber gleichzeitig von Securitas die Übernahme der Kötter Beschäftigten verlangt, die auf den Positionen gearbeitet haben, die zukünftig von Securitas ausgeführt werden. Diese Vorgehensweise bestätigt eindeutig – aus unserer Sicht – einen Betriebsübergang bzw. mindestens einen Teilbetriebsübergang gemäß § 613 a BGB!
Ob es ein Betriebs- oder ein Teilbetriebsübergang ist, werden wir jetzt juristisch klären.
Unabhängig von dieser Frage, regelt der Tarifvertrag ganz eindeutig die Weiterbeschäftigung.

Securitas und Kötter missachten erneut Tarifvertrag!

Obwohl den Kolleginnen und Kollegen eine Weiterbeschäftigung tarifvertraglich gesichert ist, missachten die Firmen Securitas und Kötter weiterhin diese rechtlich verbindliche Regelung.
Neben dem das Kötter die WIS Beschäftigten ignoriert, geht Securitas sogar noch einen Schritt weiter.
Securtias qualifiziert nämlich extern für den neuen Auftrag 25 mit Bildungsgutscheinen finanzierte Personen. Zusätzlich werden mindestens 70 weitere Personen zum 15. Mai 2015 eingestellt.
Zeitgleich wird aber einigen Beschäftigten, die viele Jahre gute Arbeit geleistet haben und einen tarifvertraglichen Rechtsanspruch auf Weiterbeschäftigung haben, eine Absage erteilt.

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer leiten rechtliche Schritte beim Arbeitsgericht ein!

Da der Auftraggeber nicht entschieden genug gegen diese Sicherheitsfirmen vorgegangen ist, werden jetzt die betroffenen Beschäftigten gemeinsam mit ver.di gegen Securitas und Kötter klagen!

Wir fordern die uneingeschränkte Einhaltung des Tarifvertrages und somit die sofortige Weiterbeschäftigung aller Kolleginnen und Kollegen am Flughafen Köln/Bonn!

Wir werden für JEDE und JEDEN einzelnen bis zur Weiterbeschäftigung kämpfen!

Luftsicherheitsaufgaben haben bessere Arbeitgeber verdient!

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