Das nächste BDSW Mitglied aufgeflogen

7. September 2016 | Von | Kategorie: Leitartikel

Nachdem wir erst kürzlich –>hier<– über die Machenschaften des BDSW Mitglieds WIS Sicherheit und Service GmbH berichteten, erreichten uns weitere konkrete Hinweise von Sicherheitsbeschäftigten, denen wir nachgehen konnten.

Wieder ein BDSW Mitglied

Und wieder ist es ein Mitgliedsunternehmen des BDSW, das versucht, mit unsauberen Methoden auf dem Rücken der Beschäftigten Reibach zu machen. Diesmal erwischen wir den Adler Bewachungs- und Sicherheitsservice, der über den gezielten Einsatz eines Subunternehmens die Tarifverträge umgeht. Bei dem Subunternehmer handelt es sich um das Essener Unternehmen Security Plus, das bereits in der Vergangenheit schon für Skandale gesorgt hat.

Wie steht der BDSW zu den „schwarzen Schafen“?

Mit Erstaunen müssen wir feststellen, dass immer mehr BDSW Unternehmen, ganz gezielt mit den sogenannten „schwarzen Schafen“ zusammenarbeiten und diesen Unternehmen überhaupt erst den Zugang zum Markt eröffnen.

Die Beschäftigten, die vor Ort Sicherheitstätigkeiten ausüben, werden nur mit 8,50 Euro bezahlt, bekommen im Krankheitsfall keine Lohnfortzahlung, haben keine Pausen, das Arbeitszeitgesetz wird nicht beachtet, der Tarifvertrag schonmal garnicht.

Der WDR hat berichtet:

 

 

 

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4 Kommentare auf "Das nächste BDSW Mitglied aufgeflogen"

  1. Manfred Münster sagt:

    Ich wünschte man würde sich hier in Baden-Württemberg auch so einsetzen, wie in NRW.Davon können wir Kötter Mitarbeiter im Pforten- und Empfangsdienst bei Daimler nur träumen.
    Besucheranmeldung, Telefondienst, Fahrbahn Ein-u. Ausfahrtskontrollen mit KFZ-Kontrolle bei der Ein-u. Ausfahrt.Verschlußrunden von 2 Std. in verschiedenen Daimler Objekten.
    Das ganze 12 Stunden ohne richtige Pause für Tarif 9,76 Euro.Wobei es egal ist ob man nur die §34a Unterrichtung oder Sachkunde hat.
    Feiertage wurden mir erst mit Hinweis auf Arbeitsentgeldfortzahlung §2 und rechtlichen Schritten bezahlt.
    2015 bekam ich gar nix an Feiertagen.Erst 2016 griff das.
    Es ist für mich der Wahnsinn, wie Kötter sich über alle Gesetze und Verordnungen hinwegsetzt und Kontrollen erst gar nicht stattfinden.
    Meldungen an das Regierungspräsidium, werden i.d.R. mangels Zuständigkeit, so nach dem Ping Pong Prinzip weitergereicht.
    Unglaublich, was in dieser Branche alles möglich ist.Nach meiner Empfindung mit Zustimmung der hoheitlichen Behörden.

  2. Michael Hochstrat sagt:

    Danach würde ich nie schauen, voll beeinflussbar. Dort schreiben die Unternehmen selber Bewertungen, und Mitabeiter schreiben aber auch frustrierte Bewertungen, weil sie die Kündigung bekommen haben. Der ein oder andere vielleicht unbegründet, aber viele schreiben nicht die Wahrheit, weil sie nicht damit klar kommen, dass sie selber dran Schuld sind an ihrer Entlassung.

  3. Erich Busch sagt:

    Die Firma ist für ihr Spielchen bekannt. Nicht nur in den AsylUnterkünften. Als Dienstleister absolut nicht tragbar. Man schaue auf die Arbeitgeber Bewertungen bei kununu!

  4. Michael Hochstrat sagt:

    Und wieder zeigt sich, wie sehr doch in den Unterkünften überprüft wird.

    Von den Sicherheitsleuten wird alles abverlangt von den Städten und Kommunen, gar vom land mit Absegnung von unserer ach so geliebten Bundesregierung. Aber selber mal den Allerwertsten bewegen und nachschauen, ob auch alles eingehalten wird, tun sie wieder mal nicht.

    Die klassische Ausrede: Sind wir nicht für zuständig, ist Aufgabe des Ordnungsamtes oder der Bezirksregierung. Und wo sind die? Auf Malle oder Ibaza, Betriebsausflug!

    Was mit den Sicherheitsleuten gemacht wird, ist ne Frechheit.